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19.8.12

Die Verstandeskultur der Aufklärung. Teil 2

Das intellektuelle Profil der Aufklärung wird von einigen Gemeinsamkeiten geprägt. Die Vernunft steht im Zentrum der Erkenntnis und ist ihr Fundament. Die Aufgabe der Aufklärung ist es, den Menschen zum Gebrauch seines Verstandes zu erziehen. In der Epoche werden wissenschaftliche Methoden neu formuliert und neue Denkansätze entstehen. Die Aufklärung wird als „das Zeitalter des Wissens“ aufgefasst, weil theoretische Probleme selbstbewusst diskutiert und wissenschaftliche Hypothesen mit viel Energie erprobt und überprüft werden.

Noch im 17. Jahrhundert ging man davon aus, dass die Geheimnisse der Natur von dem Menschen nicht erschlossen werden können, weil nur Gott sie kennt und nur er über das absolute Wissen verfügt. In der Aufklärung betrachtet man wissenschaftliche Verfahren als eine Methode, die der Wahrheitserkenntnis dient. Der Rationalismus begreift die Natur als eine logische, nach Prinzipien der Vernunft geschaffene Ordnung – deswegen sollte auch die Wissenschaft auf Vernunftsregeln basieren. Es muss erwähnt werden, dass die Säkularisierung fortschreitet und kirchliche Autoritäten eine geringere Rolle spielen.

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