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9.1.17

Didaktisch-methodische Prinzipien

Die Kompetenzorientierung ist in meiner Unterrichtsplanung sehr wichtig, weil ich immer Wert darauf lege, dass die Lerner ihr Wissen anwenden können und dass sie über sprachliche Kompetenzen verfügen: es geht schließlich nicht darum, dass sie nur die Regeln des Perfekts kennen, sondern auch darum, dass sie im Perfekt z.B. über ihre Ferien erzählen können.

Ich gehe davon aus, dass man im Unterricht immer Zeit für die Anwendung des erworbenen Wissens einplanen sollte. Der Lerner sollte das Gefühl haben, dass er seine Kompetenzen erweitert und dass er eine Chance bekommt, das Gelernte anzuwenden. Ich tendiere dazu, den Lernern den Kontakt mit der lebendigen Sprache zu ermöglichen und schlage ihnen verschiedene Quellen vor (z.B. Internetseiten, Zeitschriften).

Die Interaktionsorientierung ist für mich ein sehr wichtiges Prinzip. Der Lerner sollte im Stande sein, zu kommunizieren. Es ist manchmal der Fall, dass seine Grammatikkenntnisse verbessert werden sollten, aber dass er trotzdem kommunizieren kann. Deswegen sollte man ihn zur Interaktion ermutigen. Im Unterricht gibt es verschiedene Möglichkeiten: Diskussionen, Gespräche in Gruppen oder zu zweit, Diskussionen über Filme, Ausflüge an die Orte, wo der Kontakt mit der deutschen Sprache ermöglicht wird (z.B. Initiativen wie Stammtische, Woche des deutschen Kinos, Vorträge der deutschsprachigen Dozenten an den Unis).

Die Förderung von autonomem Lernen ist ebenfalls nicht wegzudenken. Ich gehöre zu Lehrkräften, die viel Wert auf die Lernstrategien legen. Die Autonomie muss im Unterricht berücksichtigt werden: der Lerner sollte wissen, wie er selbständig lernen kann. Was kann er tun, um sein Wissen zu vertiefen oder aufzufrischen? Wass kann er zu Hause tun? Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Lernstrategien kann er verfolgen, um den Unterrichtsstoff zu beherrschen? Die Lehrkraft sollte die Lerner über verschiedene Möglichkeiten informieren, sie ihnen zur Verfügung stellen.


Die Handlungsorientierung hängt für mich mit der Kompetenz- und Interaktionsorientierung zusammen. Sie hat es mit der Anwendung des erworbenen Wissens zu tun. Der Lerner sollte handeln können, d.h. er sollte sich mit anderen verständigen, seine Meinung zum Ausdruck bringen, um Informationen bitten, Fragen stellen und beantworten, über etwas erzählen, über seine Gefühle sprechen, das Gelesene verstehen, sich auf das Gesagte beziehen, Texte schreiben können. Es sind verschiedene sprachliche Handlungen, die im Laufe des Lernprozesses eingeführt, geübt, wiederholt und vertieft werden.

Das Prinzip der Lernerorientierung hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Der Lerner steht heute im Zentrum des Unterrichts. Zweifelsohne kann man sagen, dass alles sich um ihn dreht. Das Ziel des Unterrichts besteht darin, dass er kommunizieren kann, also sollte man alles tun, um es ihm zu ermöglichen. Das vorhandene Wissen sollte aktiviert werden, verschiedene Lernstile sollten berücksichtigt werden, man sollte auf Schwierigkeiten eingehen, das Gelernte sollte gesichert und wiederholt werden.

Ich halte die Lerneraktivierung für sehr wichtig. Weil der Lerner im Zentrum des Unterrichts steht, sollte er so sehr wie möglich aktiviert werden. Dies kann z.B. folgendermaßen geschehen:
- durch visuelle Mittel, auf die sich jeder beziehen kann
- durch die Partner- oder Gruppenarbeit, sodass jeder eine Chance hat, etwas zu sagen
- durch das Stellen der Aufgaben zur Wahl - manchmal müssen nicht alle gemacht werden. Der Lerner hat so eine Entscheidungsfreiheit
- durch didaktische Spiele (etwas anderes als nur die Arbeit mit einem Lehrbuch)
- durch Bildkarten, Filme oder Musik
- durch das Sicherstellen, dass jeder versteht, was gemacht werden sollte
- durch die Binnendifferenzierung


Die interkulturelle Orientierung ist ein Prinzip, das immer wichtiger wird. Die Welt ist klein, heutzutage bekommen die Lerner immer häufiger eine Möglichkeit, ins Zielsprachenland zu reisen und auf diese Art und Weise das Gelernte anzuwenden. Schon im Unterricht sollte man die Landeskunde nicht vernachlässigen. Ich erzähle meinen Schülern viel über Deutschland. Weil ich dieses Land gut kenne, kann ich ihre Fragen beantworten und manchmal auch Vorurteile abbauen. 

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