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4.11.11

Kapitalismus. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 8

Der Kapitalismus wird im Klaus Lages Hit Monopoli (1984) kritisiert. Lage geht darauf ein, dass die Arbeiter, die für den Erfolg der Wirtschaft arbeiten, nur Randfiguren in einem schlechten Spiel sind. Sie haben ihr ganzes Leben der Arbeit geopfert, ohne ihre privaten Träume erfüllt zu haben:

Du warst nie krank und bist noch drauf stolz -
jetzt heißt's: Was soll's?
Wann hast du jemals richtig Urlaub gemacht?
Dein ganzes Leben für'n Betrieb mitgedacht
(…)
Soviel hast du schon versäumt
soviel hast du schon geträumt.
Zeit ist reichlich da - mach dir 'n paar Träume wahr




Lage kritisiert den Kapitalismus, der die Arbeiter dazu auffordert, zu einer schnellen Entwicklung der Wirtschaft beizutragen, mitzumachen, ohne an sich selbst zu denken. Das Lied expliziert also die Ausnutzung der Arbeiter, die die Angst vor der Entlassung haben.

Funny van Dannen greift im Kapitalismus (2002) das gleiche Problem auf. Ironisch kritisiert werden die kapitalistische Mentalität, der Alltag der Konkurrenz, in dem die Menschen gezwungen werden, um das Dasein zu kämpfen. Das trägt zur sozialer Kälte bei, weil alle nur an eigene Vorteile denken und auf andere nicht achten. Dabei ist der Kapitalismus Element das uns verbindet, er ist der Strang an dem wir alle ziehn. Die Menschen sind auf diese Weise so miteinander verbunden, dass sie gegeneinander kämpfen. Der Kapitalismus holt (von ihnen) das Beste, wobei unter dem Besten die Verdienste am Arbeitsplatz verstanden werden, und nicht gute zwischenmenschliche Beziehungen.

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