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3.11.11

Marktwirtschaft. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 7

Seit den späten 70er Jahren hat man begonnen, expliziter die Arbeitsverhältnisse zu kritisieren. Besonders in den 80er Jahren steht das Soziale im Mittelpunkt. Die kapitalistischen Arbeitsbedingungen bringt Gunter Gabriel im Lied Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld (1974) zum Ausdruck. Er kritisiert schlechte Bezahlung der Werktätigen. Es sind die Klagen eines Arbeiters, der seit 15 Jahren im Betrieb tätig ist und so wenig verdient, dass ihm der Lohn für alle laufenden Ausgaben nicht ausreicht:

ich war immer pünktlich und habe meine Arbeit getan,
Tag für Tag, und ich habe meinen Mund gehalten.
Aber heute, heute muß es raus:
Hey Boss, ich brauch' mehr Geld!




Die Rockgruppe Geier Sturzflug hatte ihren ersten groβen Erfolg mit dem Hit Bruttosozialprodukt (1983). Kritisiert wird die „marktwirtschaftliche Wachstumsmentalität“: damit das Bruttosozialprodukt gesteigert werden kann, wird sogar am Sonntag gearbeitet:

Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt,
und heimlich in die Fabrik eindringt,
dann hat Oma Angst, daß er zusammenbricht,
denn Opa macht heute wieder Sonderschicht


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