Arbeitsblätter zum Herunterladen

21.5.17

Digitale Medien: Google Docs

Für meinen individuellen Skype-Unterricht setze ich Google Docs ein. 

Wie hat sich meine Arbeit dadurch verändert? Konnte dieses Werkzeug mir helfen und meine Arbeit erleichtern?

Meine Arbeit hat sich sehr verändert. Google Docs benutze ich wie eine Tafel. Sowohl ich, als mein Schüler / meine Schülerin sehen, was gerade geschrieben wird. Alle Änderungen werden automatisch gespeichert und man kann auch eine PDF-Datei herunterladen.

Dieses Werkzeug hat meine Arbeit sehr erleichtert. Jetzt habe ich die Dokumentation aller Unterrichtsstunden im Internet und so vergesse ich nicht, was ich in der letzten Stunde gemacht habe. 
In Google Docs sammle ich auch Ideen und Tipps.

Werde ich dieses Werkzeug auch weiterhin einsetzen?


Ja, ich setze Google Docs seit 4 Jahren ein und werde es weitermachen. Ich hatte nie Probleme bei dem Einsatz. 

10.5.17

Digitale Medien: E-Books

E-Books sind ein digitales Medium, das man im Unterricht gut benutzen kann. Ich habe insgesamt drei veröffentlicht (zwei sind kostenlos).

Ich beziehe mich hier auf E-Books als zusätzliches DaF-Material.

Man kann sie kostenlos im Internet veröffentlichen.

Man kann sie den Schülern problemlos zur Verfügung stellen (z.B. auf Dropbox oder per E-Mail).

Die Schüler können sie überall lesen, sie immer mitnehmen.

Sie müssen für manche E-Books nicht bezahlen, viele sind kostenlos.


Einige Empfehlungen:

Kinderbücher – kurz und knapp, perfekt zum Deutschlernen:



Immer mehr Verlage haben E-Books in ihrem Angebot, z. B. Langenscheidt:


Oft kann man E-Books auch ausleihen:


Eine andere Online-Bibliothek:

7.5.17

Digitale Medien: Facebook im Unterricht?

Wie kann man im Unterricht Facebook benutzen?

Ist der Einsatz digitaler Medien lernförderlich? 

Kann der Unterricht dann reibungsfrei, problemlos ablaufen? 

Wann kann es Sinn machen?


Der Einsatz der Medien für Bildungszwecke ist eine Chance, aber auch ein Risiko.

1. Wie benutze ich Facebook?

    Nicht im Unterricht – auf Facebook habe ich eine Gruppe gegründet, die „Deutsch mit Magdalena“ heißt.

2.       Welche Ziele verfolge ich?
-          Die Deutschlerner bekommen eine Möglichkeit, auf Deutsch zu schreiben.
-          Ich möchte die Inhalte multimedial und interaktiv präsentieren.
-          Die Lerner sollten den Lerneffekt erhöhen.
-          Jeder kann kommentieren.

3.       Ich stelle Fragen, die zur Diskussion anregen, z.B.

Welches Lehrbuch für Deutsch mögt ihr am besten?
Was ist deiner Meinung nach am schönsten in deinem Heimatland?
Wie kann man auf Deutsch jemandem zum Geburtstag gratulieren?
Feiert ihr euren Geburtstag? Warum ja oder warum nein?
Welchen Feiertag feiert ihr am liebsten?
Wie viele Monate / Jahre lernt ihr schon Deutsch?
Warum mögt ihr eure Arbeit (nicht)?
Welche Internetseiten besucht ihr gerne? 


4.       Es gibt interessante Links, z.B. mit Videos auf Youtube, Beispiele:




5.       Ich antworte immer, nehme an Diskussionen aktiv teil. 

Hier findet ihr die Gruppe:

Deutsch mit Magdalena

29.3.17

Instruktivismus vs. Konstruktivismus

In instutionalisierten Formen von Unterricht steht das Faktenwissen im Mittelpunkt und der Lehrer wird als Vermittler des Wissens gesehen. Es wird angenommen, dass das Wissen lehrbar ist – wenn es angeboten wird, dann nehmen es die Lernenden auf. Wenn es nicht so ist, dann liegt die Schuld beim Lernenden. Die Lernenden werden als Reaktive gesehen, die den angebotenen Lehrstoff aufnehmen oder nicht. Die Frage, wie man den Prozess der Verarbeitung des Wissens beeinflussen und unterstützen kann, wird nicht gestellt.

Seit den 70er Jahren wird in den Lehrplänen die Lernerorientierung berücksichtigt. Die Lerner werden als aktive Wesen gesehen, die ihren Lernprozess durch Lernstrategien und Lernstil beeinflussen. Ein erkenntnistheoretischer Wandel hat auf der Grundlage neuer Erkenntnisse in der Kognitionspsychologie und der kognitiven Wissenschaft stattgefunden. Lernen ist ein aktiver, konstruktiver und selbstbestimmter Prozess. Daraus wurden neue Konzepte abgeleitet, die sich auf das autonome Lernen beziehen. Die Konzepte üben einen Einfluss auf die Vermittlung von Wissen im Unterricht aus: der Erwerb der Fähigkeiten und des Wissens, die in der realen Lebenswirklichkeit angewandt werden können, steht im Mittelpunkt. Lern- und Arbeitstechniken sollten bereitgestellt und gefördert werden. Die Lernerautonomie ist ein Erziehungsziel. Sie wird als eine Fähigkeit verstanden, das eigene Lernen selbstverantwortlich in die Hand nehmen zu können.

Auch fremdsprachliche Klassenzimmer, die dem selbstbestimmten Lernen dienen, sollten entsprechend gestaltet werden, z.B. Produktmaterialien sollten zur Verfügung stehen, die Fremdsprache sollte die einzige Sprache im Klassenzimmer sein.

Lern- und Arbeitstechniken können erarbeitet werden, z.B. durch Entwicklung von selbstreflexiver Kompetenz, Angebote von Lern- und Arbeitstechniken, Angebote von sogenannten reichen Lernumgebungen.

Quelle:

Wolff, D. (1997). Instruktivismus vs. Konstruktivismus: Zwanzig Thesen zur Lernbarkeit und Lehrbarkeit der Sprache. In: M. Müller-Verweyen (Hrsg.), ller-Verweyen (Hrsg.), Neues Lernen – Selbstgesteuert – Autonom (S. 45-52). München: Goethe-Institut.


15.2.17

Die Planung des Unterrichts nach dem Boomerang-Modell: Ein Beispiel

Lehrwerk: alles klar 1b (Niveau A2)

Lernziel: Die TN können die Häufigkeit beschreiben.  

Lerninhalte: Wortposition in Aussagesätzen und Fragesätzen

Lernmaterial: "alles klar 1b", Lektion 1, Kärtchen

Einstieg: Im Einstieg wird eine Übung "Terminkalender" gemacht. Die Aufgabenstellung lautet: "Lies die Notizen in Sandras Kalender und dann die Sätze unten. Verbinde die Satzteile".

vorwegnehmender Gebrauch / Automatisierung: Dann werden Fragen anhand von Sandras Kalender beantwortet. Die TN werden dabei daran erinnert, dass die Präposition "mit" mit dem Dativ verbunden wird.

Semantisierung: Die TN bekommen Kärtchen mit Wörtern, die die Häufigkeit bezeichnen, z.B. "gewöhnlich", "immer", "selten", "samstags", "montags", "am Wochenende", "einmal in der Woche", "zweimal in der Woche" usw. Sie sollten die Wörter in Bezug auf die Häufigkeit ordnen, beginnend mit "nie" bis hin zu "immer".  Die Lehrerin hilft, wenn die TN etwas nicht verstehen.

Hinführung zur Systematisierung: Die TN schreiben die einzelnen Wörter an die Tafel und die Bedeutung der Vokabeln wird noch einmal geklärt.

Systematisierung: Die TN notieren die Vokabeln in ihren Heften. Auch die Wortstellung im Satz wird wiederholt, d.h. Wo sollten die Zeitangaben stehen?

reproduktives Üben: Die TN bekommen Kärtchen mit einzelnen Satzgliedern. Ihre Aufgabe besteht darin, Sätze zu bilden.

teilreproduktives Üben: Die TN lesen ihre Sätze vor. Wenn dies notwendig ist, korrigiert die Lehrerin. Eventuelle Fehler werden gemeinsam analysiert.


Anwendung / Transfer: Die TN sollten in kleinen Gruppen arbeiten und sich Fragen zum Tagesablauf stellen, nach Häufigkeit fragen, z.B. "Wie oft stehst du um 6 Uhr auf?", "Machst du samstags Einkäufe?" Dabei können sie gebildete Sätze benutzen, aber vor allem neue Fragen bilden. 

9.1.17

Didaktisch-methodische Prinzipien

Die Kompetenzorientierung ist in meiner Unterrichtsplanung sehr wichtig, weil ich immer Wert darauf lege, dass die Lerner ihr Wissen anwenden können und dass sie über sprachliche Kompetenzen verfügen: es geht schließlich nicht darum, dass sie nur die Regeln des Perfekts kennen, sondern auch darum, dass sie im Perfekt z.B. über ihre Ferien erzählen können.

Ich gehe davon aus, dass man im Unterricht immer Zeit für die Anwendung des erworbenen Wissens einplanen sollte. Der Lerner sollte das Gefühl haben, dass er seine Kompetenzen erweitert und dass er eine Chance bekommt, das Gelernte anzuwenden. Ich tendiere dazu, den Lernern den Kontakt mit der lebendigen Sprache zu ermöglichen und schlage ihnen verschiedene Quellen vor (z.B. Internetseiten, Zeitschriften).

Die Interaktionsorientierung ist für mich ein sehr wichtiges Prinzip. Der Lerner sollte im Stande sein, zu kommunizieren. Es ist manchmal der Fall, dass seine Grammatikkenntnisse verbessert werden sollten, aber dass er trotzdem kommunizieren kann. Deswegen sollte man ihn zur Interaktion ermutigen. Im Unterricht gibt es verschiedene Möglichkeiten: Diskussionen, Gespräche in Gruppen oder zu zweit, Diskussionen über Filme, Ausflüge an die Orte, wo der Kontakt mit der deutschen Sprache ermöglicht wird (z.B. Initiativen wie Stammtische, Woche des deutschen Kinos, Vorträge der deutschsprachigen Dozenten an den Unis).

Die Förderung von autonomem Lernen ist ebenfalls nicht wegzudenken. Ich gehöre zu Lehrkräften, die viel Wert auf die Lernstrategien legen. Die Autonomie muss im Unterricht berücksichtigt werden: der Lerner sollte wissen, wie er selbständig lernen kann. Was kann er tun, um sein Wissen zu vertiefen oder aufzufrischen? Wass kann er zu Hause tun? Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Lernstrategien kann er verfolgen, um den Unterrichtsstoff zu beherrschen? Die Lehrkraft sollte die Lerner über verschiedene Möglichkeiten informieren, sie ihnen zur Verfügung stellen.


Die Handlungsorientierung hängt für mich mit der Kompetenz- und Interaktionsorientierung zusammen. Sie hat es mit der Anwendung des erworbenen Wissens zu tun. Der Lerner sollte handeln können, d.h. er sollte sich mit anderen verständigen, seine Meinung zum Ausdruck bringen, um Informationen bitten, Fragen stellen und beantworten, über etwas erzählen, über seine Gefühle sprechen, das Gelesene verstehen, sich auf das Gesagte beziehen, Texte schreiben können. Es sind verschiedene sprachliche Handlungen, die im Laufe des Lernprozesses eingeführt, geübt, wiederholt und vertieft werden.

Das Prinzip der Lernerorientierung hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Der Lerner steht heute im Zentrum des Unterrichts. Zweifelsohne kann man sagen, dass alles sich um ihn dreht. Das Ziel des Unterrichts besteht darin, dass er kommunizieren kann, also sollte man alles tun, um es ihm zu ermöglichen. Das vorhandene Wissen sollte aktiviert werden, verschiedene Lernstile sollten berücksichtigt werden, man sollte auf Schwierigkeiten eingehen, das Gelernte sollte gesichert und wiederholt werden.

Ich halte die Lerneraktivierung für sehr wichtig. Weil der Lerner im Zentrum des Unterrichts steht, sollte er so sehr wie möglich aktiviert werden. Dies kann z.B. folgendermaßen geschehen:
- durch visuelle Mittel, auf die sich jeder beziehen kann
- durch die Partner- oder Gruppenarbeit, sodass jeder eine Chance hat, etwas zu sagen
- durch das Stellen der Aufgaben zur Wahl - manchmal müssen nicht alle gemacht werden. Der Lerner hat so eine Entscheidungsfreiheit
- durch didaktische Spiele (etwas anderes als nur die Arbeit mit einem Lehrbuch)
- durch Bildkarten, Filme oder Musik
- durch das Sicherstellen, dass jeder versteht, was gemacht werden sollte
- durch die Binnendifferenzierung


Die interkulturelle Orientierung ist ein Prinzip, das immer wichtiger wird. Die Welt ist klein, heutzutage bekommen die Lerner immer häufiger eine Möglichkeit, ins Zielsprachenland zu reisen und auf diese Art und Weise das Gelernte anzuwenden. Schon im Unterricht sollte man die Landeskunde nicht vernachlässigen. Ich erzähle meinen Schülern viel über Deutschland. Weil ich dieses Land gut kenne, kann ich ihre Fragen beantworten und manchmal auch Vorurteile abbauen. 

12.12.16

Der Grundrhythmus meines Unterrichts

Drei grundlegende Abschnitte / Phasen:
Einstieg (Eröffnung, Hinwendung, Motivierung)
Erarbeitung (Konkretisierung, Anwendung, Übung, Transfer)
Sicherung / Anwendung (Lernkontrolle, Dokumentation, Präsentation, Reflexion)

Nach: Hilbert Meyer (2002, S. 147-156)

Ein didaktisches Modell für die Phasierung des Unterrichts (P - P - P):
Present --> Präsentieren --> Sprachmaterial oder Informationen werden präsentiert (Input)
Practice --> Üben --> die Informationen werden verarbeitet
Produce --> Produzieren --> mündliche oder schriftliche Äußerung, Verwendug der neuen sprachliche Mittel (Output)

Die Art, wie ich Unterricht plane, verhält sich zum Grundrhyhtmus "Einstieg - Erarbeitung - Sicherung" folgendermaßen:

Ich organisiere und strukturiere den Lernprozess sehr ähnlich, um ihn so gut wie möglich zu unterstützen. Phasen von Konzentration wechseln mit Phasen der Entspannung ab, damit die Aufmerksamkeit der Lernenden nicht nachlässt. So wird die Motivation aufrechterhalten. Die Abschnitte sollten in Einklang untereinander sein.

Der Sinn der Phasierung des Unterrichts:

Die Phasen einer Unterrichtsstunde oder einer sich über mehrere Stunden erstreckenden Unterrichtssequenz sind so etwas wie die Kapitel eines Buches. Sie strukturieren den Ablauf, erleichtern die Übersicht, bringen Abwechslung und Tempo in den Unterricht, bieten Halte- und Ruhepunkte und damit Gelegenheit zu besserer Orientierung und neuer Aufmerksamkeit. Eine genaue Planung einzelner Phasen erleichtert es dem Lehrer, für methodische Vielfalt im Unterricht zu sorgen und den thematischen roten Faden der Stunde nicht aus den Augen zu verlieren. Darüber hinaus liefern sie die notwendige Transparenz und sorgen nachhaltig für eine wachsende Planungskompetenz auch auf Seiten der meisten Schüler.

Thomas Unruh (www.guterunterricht.de)



Was können die einzelnen Abschnitte enthalten?
Einstieg
Erarbeitung
Sicherung
          -  Hausaufgaben besprechen
          - Lernziel / Inhalte vermitteln
           - Brainstorming
           - Aufgabenstellung
          - provozieren
           - Wiederholung
           - Vorwissen aktivieren
           - motivieren
           - Lernmaterial präsentieren
           - Lehrervortrag
           - Klärung von Fragen
           - Planung der  Aufgabenbearbeitung
           - Unterstützung durch den  Lehrer / die Lehrerin
           - Semantisierung
           - Systematisierung
           - Verständnisfragen
           - reproduktives Üben
           - Regelfindung
           - Arbeitsergebnisse präsentieren
           - teilreproduktives Üben
           - automatisieren
           - produktives Üben
           - Anwendung
           - Methodenreflexion
           - formfokussierte Reflexion
           - Transfer
           - Evaluation
           - inhaltsorientierte Reflexion
           - Zusammenfassung
           - Hausaufgabe
           - Weiterarbeit


Wie strukturiere ich meinen Unterricht?

1. Einstieg - im Einstieg gibt es meistens eine Wiederholung. In Bezug auf die letzte Unterrichtsstunde stelle ich den Lernenden gezielte Fragen. Manchmal stellt es sich heraus, dass sie ihr Wissen noch nicht anwenden können. Dann weiß ich, dass ich eine Wiederholung planen muss.
Im Einstieg wird auch eine Hausaufgabe besprochen, wenn es sie gab

In Bezug auf ein neues Thema wird das Vorwissen aktiviert. Ich bin davon überzeugt, dass Assoziogramme eine tolle Methode dafür sind. Im Laufe der Jahre habe ich eine Unterrichtsstunde, in der ein neues Thema behandelt werden sollte, oft so angefangen. Die Lernenden lassen sich immer etwas einfallen. Eine solche Aufgabe ist auch deswegen motivierend, weil sie gemeinsam gemacht wird. Es kann natürlich sein, dass ein Lerner nicht aktiv teilnimmt, aber dies ist für ihn auch nicht demotivierend, weil er z.B. Vokabeln nur beim Zuhören wiederholt.

Auch Brainstorming ist eine effektive Methode, um eine Unterrichtsstunde zu beginnen. Warum? Es gibt folgende Grunde dafür:

·       -   selbstverständlich gibt es in jeder Gruppe leistungsstarke Lerner und auch solche Lerner, die noch nicht so weit sind. Durch Brainstorming kann man jedoch alle motivieren: wenn wir uns über ein Thema Gedanken machen, fällt bestimmt jedem etwas ein;
·         - die Lernenden können ihre Ideen und Vorschläge frei äußern;
·         - möglichst viele Ideen werden gesammelt;
·         - die Ideen werden der Kritik anderer nicht ausgesetzt;
·        -  eine Idee kann sich unterschiedlich weiterentwickeln;
·         - man kann geäußerte Gedanken ergänzen;
·         - das freie Assoziieren lässt die Teilnahme aller Lernenden zu;
·         - auch ungewöhnliche Ideen können geäußert werden.

Damit Brainstorming effektiv ist, muss eine weitreichende oder eine konkrete Frage verständlich für alle geäußert werden.

2. Erarbeitung: es gibt viele Methoden, die die Durchführung der Erarbeitung eines Themas ermöglichen. Ich habe ein Beispiel hierfür vorbereitet:

Thema:Kannst du Schi fahren? Ja, ich kann Schi fahren”. (Niveau: A1)

Hauptziel: der Schüler soll das Verb „können“ und den neuen Wortschatz in kommunikativen Situationen richtig anwenden.

Feinziele:    1. Der Schüler kann das Verb „können“ konjugieren und es richtig aussprechen.
2. Der Schüler kann die Frage „kannst du... (z.B. reiten, Schi fahren)?“ beantworten.    
3. Der Schüler kennt die Wortfolge des Satzes mit dem Verb „können.“
4. Der Schüler kann den neuen Wortschatz in kommunikativen Situationen anwenden.

Die Ziele der konkreten Übungen in der Phase der Erarbeitung:

1. Die Schüler assoziieren eine Tätigkeit mit einem entsprechendem Bild.
2. Die Schüler können intuitiv die Frage: „kannst du.......?“ beantworten.
3. Der Schüler kann das Verb „können“ fehlerlos konjugieren und es richtig aussprechen.
4. Er weiß, dass diese Konjugation unregelmäßig ist und dass das zweite Verb nach dem Verb „können“ am Ende des Satzes stehen muss.

Wie sieht die Erarbeitung aus?

Der Lehrer sagt: „Ihr kennt schon viele, viele Verben. Heute werdet ihr ein neues Verb kennen lernen“. Der Lehrer hat für die heutige Unterrichtsstunde einige Bilder vorbereitet (sie müssen klar und deutlich sein, damit die Schüler keine Zweifel haben, was sie darstellen). Die Bilder stellen einige Tätigkeiten dar (z.B. schwimmen, Schi fahren, reiten). Der Lehrer zeigt das erste Bild und hängt es an die Tafel (z.B. das Bild, das jemanden darstellt, der reitet). Er sagt: „Er kann reiten“. Dann folgt das zweite Bild (das jemanden darstellt, der schwimmt). Der Lehrer sagt: „Sie kann schwimmen“. Auf diese Art und Weise folgen noch 3 Bilder. Dann stellt der Lehrer einzelnen Schülern Fragen, indem er ein entsprechendes Bild zeigt. Beispielsweise: „Ich kann reiten. Und du, kannst du reiten?“, „Ich kann Tischtennis spielen. Und du, kannst du Tischtennis spielen?“ Die Schüler beantworten die Fragen. Wenn sie irgendwelche Schwierigkeiten haben, hilft ihnen der Lehrer beim Beantworten der Fragen.

Dann sagt der Lehrer: „Ok, das war eine kleine Einführung. Jetzt lernen wir ein bisschen über das Verb „können“. Bitte, macht die Bücher auf, S. 50. Hier seht ihr die Konjugation des Verbes können.“ Der Lehrer erklärt die Bedeutung dieses Verbs. Dann liest er langsam die Sätze mit konjugiertem Verb „können“ vor (S. 50). Jetzt sagt er: „Jetzt üben wir die Aussprache des Verbes können. Ich lese einen Satz vor und ihr sprecht nach, ok?“ Auf diese Weise liest der Lehrer jeden einzelnen Satz vor und alle Schüler sprechen nach.

Nachher sagt der Lehrer: „Wir haben die Aussprache geübt. Ihr habt sehr schön nachgesprochen. Jetzt schreibe ich die Konjugation des Verbes können an die Tafel und ihr schreibt sie in die Hefte auf, ok?“ Dann sagt der Lehrer: „das ist die Konjugation, aber sie ist ein bisschen besonders. Wodurch unterscheidet sich diese Konjugation von der Konjugation der Verben lernen, malen und sagen? Wer weiß?“ Jetzt sollten die Schüler die Unterschiede bemerken und sich melden. Ein Schüler beantwortet die Frage (natürlich wenn der Schüler einen Fehler gemacht hat, korrigiert der Lehrer). Der Lehrer erklärt auch, dass nach dem Verb „können“ das zweite Verb am Ende des Satzes stehen muss.

Er zeigt das an Beispielen, die er vorgelesen hat. Der Lehrer sagt: „Ok, jetzt wisst ihr, dass diese Konjugation ein bisschen anders aussieht. Ihr müsst euch die Unterschiede merken. Das ist sehr wichtig. Jetzt werden wir diese Konjugation üben.“

3. Sicherung  - in dieser Phase konzentriere ich mich auf die Anwendung des Materials, der neuen sprachlichen Strukturen.

Thema:Kannst du Schi fahren? Ja, ich kann Schi fahren”.

Hauptziel: der Schüler soll das Verb „können“ und den neuen Wortschatz in kommunikativen Situationen richtig anwenden.

Feinziele:    1. Der Schüler kann das Verb „können“ konjugieren und es richtig aussprechen.
2. Der Schüler kann die Frage „kannst du... (z.B. reiten, Schi fahren)?“ beantworten.   
3. Der Schüler kennt die Wortfolge des Satzes mit dem Verb „können.“
4. Der Schüler kann den neuen Wortschatz in kommunikativen Situationen verwenden.

Übungsphase

Ziel: Der Schüler kann das Verb „können“ konjugieren. Er kennt die Wortfolge des Satzes mit diesem Verb.

Der Lehrer erklärt, worin die Übung  besteht. Die Schüler sollten die Lücken mit einer entsprechenden Form des Verbs „können“ ergänzen. Der Lehrer verteilt an die Lernenden die Blätter mit Übungen. So sieht eine von mir vorbereitete Übung aus:

Ergänze die Lücken mit einer entsprechenden Form des Verbs können!
ich ........................... wandern
du ........................... tanzen
er ........................... Drachen fliegen
sie ............................ Rad fahren
es ................................. segeln
wir ............................... rodeln
ihr ................................ Schi fahren
sie ................................. joggen
Sie ................................. angeln

Die Schüler lesen ihre ergänzten Sätze vor. Der Lehrer korrigiert eventuelle Fehler.

Jetzt folgt noch eine Übung. Die Klasse wird in Paare eingeteilt. Jedes Paar bekommt einige Wörter, die einen Aussagesatz oder eine Frage bilden sollten, z.B.

Sie – können - ? – fahren – Rad
segeln – du – nicht – kannst
könnt – fliegen ? – ihr – Drachen
malen – sie - können
er – spielen – Tischtennis – kann
sie – reiten – kann – nicht
ich – laufen – Schlittschuh – kann
es – fahren – kann – Rad
rodeln – wir – können

Die Schüler machen diese Übung in Paaren und dann lesen 3 Paare ihre Lösungen vor. Der Lehrer korrigiert eventuelle Fehler.


4. Reflexion  

Ich konzentriere mich auf die form- und inhaltsfokussierte Reflexion der Unterrichtsstunde. Auch auf die Methoden wird eingegangen. Ich analysiere mit den Lernenden die Unterrichtsstunde. Es ist mir wichtig, ein "frisches" Feedback zu bekommen. Die Lernenden bekommen eine Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eventuelle Schwierigkeiten werden geklärt. Ich gebe der Gruppe eine Hausaufgabe auf und erkläre, wie sie zu machen ist. Manchmal gibt es auch zusätzliche Hausaufgaben, die gemacht werden können, aber nicht müssen.