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26.3.16

Die Neuerungen des Germanischen. Teil 2

·         Indoeuropäisch hatte 8 Kasus, im Germanischen gab es 4-5 Fälle. Der Ablativ und der Lokativ sind verschwunden. Das jeweilige Merkmal für den Kasus war die Endung - es gab keine Artikel. Ein wenig später sind der Vokativ und der Instrumental verschwunden (seit dieser Zeit hatte der Nominativ eine vokativische Funktion). Der einzige Kasus von den alten, der sich hält, ist der Instrumental (zum Teil im Althochdeutschen). Dann werden seine Funktionen vom Dativ übernommen.

·         Der Dual - eine Numerusform zwischen Singular und Plural - verschwindet weitgehend.
·         Gleichzeitig stabilisiert sich beim Adjektiv die starke und schwache Deklination (zwei separate Deklinationstypen). 

·         Im Indoeuropäischen gab es 7 Tempora - alle wurden synthetisch gebildet. Die meisten ursprünglichen Tempora wie Imperfekt, Futur, Aorist verschwinden. Von 7 Zeitformen sind 2 übrig. Gleichzeitig entwickelt sich neue, aber sie sind schon analytisch (Perfekt, Plusquamperfekt, die analytischen Futurformen). Die Futurformen wurden mithilfe von Modalverben - "wollen" und "sollen" - gebildet. Die Entstehung der neuen Formen war vielleicht die Ursache für den Untergang der alten Formen. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts begann man Umschreibungen mit Hilfsverben zu gebrauchen. Bei der Bildung von Tempora spielte der Ablaut eine enorme Rolle. Eine neue Klasse von Verben entsteht (heute regelmäßige Verben). Die regelmäßigen Verben mit ihren Endungen sind für alle germanischen Sprachen gemeinsam oder sehr ähnlich (deutsch - "-te", englisch - "-ed" - es ist dieselbe Endung, sie geht warscheinlich auf das indogermanische "dhē" oder "dhō" mit der Bedeutung "tun" oder "machen" zurück. Regelmäßige Verben sind noch nicht so verbreitet - alle neuen Verben gehen in die schwache Formklasse ein. Die Gruppe dieser Verben wächst, die Gruppe der starken Verben wird immer kleiner. 

Quelle: dtv-Atlas. Deutsche Sprache. 

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