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27.9.16

Der frühschulische Fremdsprachenunterricht?

Der obligatorische Fremdsprachenunterricht beginnt meistens in der 1. Klasse der Grundschule. In vielen Ländern fängt er früher an.  

Die Schüler im Alter von 6-7 Jahren halten den Fremdsprachenunterricht oft für einfach und attraktiv. Im Unterricht haben sie meistens keinen Stress. Die Schüler, die den Fremdsprachenunterricht später beginnen, meinen häufig, dass er schwierig und nicht besonders angenehm ist.

Manche Fachleute finden, dass das Alter von 10 Jahren das beste Alter ist, um den Fremdsprachenunterricht zu beginnen. Die Kinder können dann noch die richtige Aussprache beherrschen und sich auch formelle Aspekte einer Fremdsprache aneignen. Man geht oft davon aus, dass die Kinder im Alter von 8-9 Jahren schon recht gut lesen und schreiben können. Sie haben sich schon ein Begriffssystem gebildet.

Die Anhänger des früh schulischen Fremdsprachenunterrichts sind vor allem Lehrer, die in den Fremdsprachenunterricht sehr engagiert sind. Man führte zahlreiche Untersuchungen durch, die sich mit diesem Thema beschäftigt hatten. Elfjährige Schüler beherrschen im Laufe von 2 Jahren eine Fremdsprache so gut wie achtjährige Schüler im Laufe von 3-4 Jahren. Vielen Untersuchungen zufolge können ältere Kinder schneller und effektiver lernen.

            Es gibt einige Voraussetzungen, die den effektiven frühschulischen Fremdsprachenunterricht sichern können. Es sind u.a. folgende:

- die Didaktik sollte der Phase der Entwicklung der Kinder angepasst sein,
- den Fremdsprachenunterricht sollen kompetente, darauf gut vorbereitete Lehrer leiten,
- man sollte einen guten Übergang vom frühschulischen bis zum weiteren Fremdsprachenunterricht sichern,
- einen ausgeprägten Einfluss auf die Effektivität des Fremdsprachenunterrichts haben Lehrwerke. Man empfiehlt Lehrwerke, die die Fortsetzung des Fremdsprachenunterrichts berücksichtigen und deren Inhalte dem Alter der Lerner angepasst sind.

Der frühschulische Fremdsprachenunterricht hat eigentlich keine so lange Tradition in Europa. Man meinte häufig, dass der ganze Prozess des Fremdsprachenunterrichts im ständigen Wiederholen, im Nachahmen bestehen kann. Aber die Aneignung der Fremdsprache besteht in der intuitiven Bildung der Regeln, in der Entdeckung der sprachlichen Strukturen, in der Verallgemeinerung des angeeigneten Wissens (durch Regeln).  

Der Fremdsprachenunterricht ist effektiver, wenn die Unterrichtseinheiten kürzer sind und öfter stattfinden. Der frühschulische Fremdsprachenunterricht sollte nur die erste Etappe des Lernens einer Fremdsprache sein, aber manchmal haben die Schüler keine Möglichkeit, eine Sprache weiter zu lernen (z.B. weil die Familie umzieht oder weil eine Sprache an einer anderen Schule nicht angeboten wird).

Der frühschulische Fremdsprachenunterricht kann einen Integrationscharakter haben. Er kann thematisch z.B. mit Kunst, Sport oder Mathematik verbunden werden. Die Lehrer müssen aber sprachlich darauf vorbereitet sein. Die besten didaktischen Ergebnisse sind wahrscheinlich, wenn die Gruppen nicht mehr als 8 – 12 Schüler zählen.

Die Aktivitäten im Unterricht sollten den Veranlagungen, der Logik und den Möglichkeiten der Kinder entsprechen. Sie sollten ihnen auch Spaß machen. Man kann Märchen, die die Kinder mögen, in den Unterricht einführen.

Im Studium auf Lehramt und im Laufe der Jahre (seit 2010 arbeite ich im Lehrerberuf) habe ich verschiedene Methoden kennen gelernt, mit deren Hilfe man den Lernern die vier Fertigkeiten beibringt (Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören). Ich habe verstanden, wie wichtig die Wiederholung ist (repetitio es mater studiorum!) und  viel über die Bedeutung der Erzähltexte erfahren, z.B.:
- Welche eignen sich für den Fremdsprachenunterricht?
- Warum sollte man auf sie nicht verzichten?
- Wie sollte man mit ihnen arbeiten?


So, das wäre meine Reflexion. Das nächste Mal schreibe ich über meine Arbeit mit Flüchtlingen. 

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