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Pokazywanie postów oznaczonych etykietą Deutschland. Ein Wintermärchen. Pokaż wszystkie posty
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23.9.18

Mikroprojekt "Lyrische Jahreszeiten"



Planen Sie ein eigenes Projekt zur Arbeit mit lyrischen Texten mit Ihrer Lerngruppe (DLL 4 vom Goethe-Institut "Aufgaben, Uebungen, Interaktion" 
a) Wählen Sie einen literarischen Text / ein Gedicht aus, zu dem Sie das Projekt realisieren möchten.
Literarischer Text/Gedicht:
(Sie können den Text auch als Datei (pdf, jpg, word) hochladen)
b) Machen Sie Notizen zu folgenden Leitfragen für die Planung und Durchführung eines Projekts:
1. Welches Ziel verfolgt das Projekt?
2. Welche Teilaufgaben müssen bearbeitet werden?
3. Welche Arbeitsschritte sind notwendig?
4. Wer arbeitet mit wem zusammen?
Wer übernimmt in der Gruppe welche Aufgaben?
5. Welche Materialien/Hilfsmittel sind nötig?
6. Welches Produkt / welche Produkte entstehen?
7. Welche Präsentationsform eignet sich für die Vorstellung der Projektergebnisse?
8. Wie wird die Arbeit im Projekt ausgewertet?

a)       Ich beginne mit der folgenden Übung:

Hör das Gedicht von Rainer Maria Rilke und unterstreiche das fettgedruckte Wort, das du gehört hast.

Herr: Es ist Zeit/Ende. Der Sommer war sehr groß.
Leg/Stell deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde wehen/los.

Befiehl den letzten Früchten voll/neu zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Sonnenscheine/Tage,
dränge sie zur/bis Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den roten/schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut/kauft sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es einsam/lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her/quer
unruhig wandern, wenn die Briefe/Blätter treiben.

Lies das Gedicht und kreuze den Titel an, der dazu passt.

a)       Sommerbild b) Herbsttag c) Der schöne Frühling fängt an d) Winter adé

Quelle: „Deutsch Motive 3“ (Verlag WSiP, Polen)

1. Ziel des Projekts: Die Lernenden können über die Jahreszeiten sprechen, wiederholen den mit den Jahreszeiten verbundenen Wortschatz und sie können sich gemeinsam auf ein mit der Natur verbundenes Gedicht einigen und anschließend ein Poster vorbereiten. Der Titel des Projekts lautet „Lyrische Jahreszeiten auf unseren Posters“

2. Teilaufgaben, die bearbeitet werden müssen:
- die Lernenden sollten in der Schulbibliothek recherchieren und ein Gedicht finden;
- sie sollten Kleingruppen bilden (3-4 Personen);
- sie müssen die Gedichttexte verstehen;
- die Lernenden sollten den mit der ausgewählten Jahreszeit verbundenen Wortschatz sammeln;
- sie müssen sich auf die Struktur und auf den Inhalt des Posters einigen;
- die Lernenden bereiten Posters vor;
- über die Struktur und den Inhalt des Posters wird im Plenum erzählt;
- anschließend wird die Dokumentation erstellt.

3. Notwendige Arbeitsschritte:
Die Arbeitsschritte sind mit den Teilaufgaben verbunden. Es kann hinzugefügt werden, dass die Arbeitsschritte von den Gruppen geplant werden sollten. Im Unterricht, bei 3 Stunden Deutsch pro Woche, bleibt nicht viel Zeit für die Projektarbeit übrig. Deswegen können für das Projekt maximal 5 Stunden gewidmet werden. Die Lehrkraft kann bei der Gedichtauswahl in der Schulbibliothek helfen, dann die Projektarbeit anleiten und den Lernenden bei der Darstellung der Jahreszeiten helfen.

4. Die Lernenden sollten Kleingruppen bilden (3-4 Personen). Wer übernimmt in der Gruppe welche Aufgaben?
Künstler zeichnet Bilder oder sucht Fotos aus.
Protokollant hält Informationen schriftlich fest.
Alle suchen ein Gedicht und einigen sich darauf, wie eine Jahreszeit dargestellt werden sollte.

5. Materialien und Hilfsmittel:
- Lehrbuch „Deutsch Motive 3“ (Verlag WSiP, Polen)
- Bücher und Computer in der Schulbibliothek
- OVH-Projektor
- Flipchart
- Posters, Stifte

6. Produkt: ein Poster mit dem Titel „Lyrische Jahreszeiten: …..“ (Frühling, Sommer, Herbst oder Winter)

7. Wenn es um eine geeignete Präsentationsform geht, werden die Ergebnisse im Plenum präsentiert. Es wird über das Produkt erzählt und evtl. auf die Fragen geantwortet. Zur Präsentation kann – falls notwendig – eine Flipchart oder ein OVH-Projektor benutzt werden.

8. Die Arbeit im Projekt wird mithilfe einer Beobachtung ausgewertet. Die Lehrkraft benutzt einen Beobachtungsbogen und fasst ihre Bemerkungen zusammen, um eine Note zu stellen.

18.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXVII

Es ist der letzte Abschnitt des Textes, ich habe also den ganzen Text detailliert besprochen und analysiert, außerdem versucht zu interpretieren. 


Caput XXVII: 

Der Dichter freut sich, dass die Verhältnisse in seinem Vaterland sich langsam ändern. Die Lügen, die Unfreiheit, die Heuchelei werden bald nicht mehr vorhanden sein. 

Ein neues „Geschlecht“ kommt. Der Dichter erwartet, dass junge, aufgeschlossene, tolerante Menschen das Bild Deutschlands positiv beeinflussen werden. Sie sollten die Dichtung, die Literatur verstehen, sie nicht einzuschränken versuchen, sich vor der Zensur nicht verbeugen. Die positive Entwicklung sei schon sichtbar: 

Schon knospet die Jugend, welche versteht
Des Dichters Stolz und Güte,
Und sich an seinem Herzen wärmt,
An seinem Sonnengemüte.

Heine will das Positive besingen. „Die Saiten [seiner] Leier“ lauten feierlich und fröhlich, so wie in der Vergangenheit. 

Er spricht den König von Preußen (Friedrich Wilhelm IV.,  der 1840-1861 regierte) an und behauptet, dass Aristophanes‘ Werke (z. B. Komödien „Die Vögel“ und „Die Frösche“) bestimmt zensiert würden und dass er selbst sicherlich hingerichtet würde. Das Volk müsste unwiderrufliche Entscheidungen des Königs akzeptieren. Heine fordert den König dazu auf, die Dichter zu „schonen“, sie nicht zu beleidigen, verschiedene Lebensauffassungen zu dulden. 

Heine warnt den König vor der Hölle, weil „die Götter bestrafen“. Am Tage, an dem Christus kommt und das Gericht hält, werden die Ungerechten ihre grausame, verbrecherische Taten bereuen. Das Feuer der Hölle ist heiß, man kann sich von ihm nicht befreien. 

Doch gibt es Höllen, aus deren Haft
Unmöglich jede Befreiung;
Hier hilft kein Beten, ohnmächtig ist hier
Des Welterlösers Verzeihung.

[…]

Kein Gott, kein Heiland erlöst ihn je
Aus diesen singenden Flammen!
Nimm dich in acht, daß wir dich nicht
Zu solcher Hölle verdammen.

Schon Dante schilderte die Hölle bildhaft. In seinen „schrecklichen Terzetten“ werden die Leiden der Seelen in der Hölle dargestellt.

17.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXVI

Der Dichter befindet sich weiter bei Hammonia. Sie sagt ihm, dass sie am Tag der Gründung der Stadt Hamburg geboren wurde. Ihre Mutter war „Schellfischkönigin“ und Carolus Magnus, „ein großer Monarch“, war ihr Vater. (814 soll er an der Elbe „die Hammaburg“ zum Schutz gegen Heiden bauen lassen). Er wurde in Aachen gekrönt. Hammonia besitzt den Stuhl, an dem er an jenem Tage gesessen hat und würde ihn nie verkaufen, auch wenn die Familie Rothschild ihr eine Menge Geld anbieten würde. 


Die Göttin zeigt dem Dichter einen „Zauberkessel“, einen magischen Kessel, in dem er in die Zukunft Deutschlands schauen kann. Der Dichter fürchtet sich nicht, er ist neugierig. Der „Zukunftsduft“ ist nicht angenehm, er erregt beim Dichter nur Widerwillen. Er kann den deutschen „Zukunftsduft“ nicht ertragen. 

Entsetzlich waren die Düfte, o Gott!
Die sich nachher erhuben;
Es war, als fegte man den Mist
Aus sechsunddreißig Gruben. – – –

[…]

Doch dieser deutsche Zukunftsduft
Mocht alles überragen,
Was meine Nase je geahnt –
Ich konnt es nicht länger ertragen – – –


Mir schwanden die Sinne, und als ich aufschlug
Die Augen, saß ich an der Seite
Der Göttin noch immer, es lehnte mein Haupt
An ihre Brust, die breite.


Hammonia weiß, dass die Zukunft dunkel ist. Sie scheint in Ekstase zu sein und schlägt dem Dichter vor, bei ihr zu bleiben, um zusammen das Essen und Trinken zu genießen, um die Zukunft zu vergessen. Hammonia sieht in ihren Vorstellungen „die reitenden Diener“, den Senat, „die Oberalten“, den Bürgermeister, die Diplomaten, die Geistlichen kommen. Die Diplomaten treten „im Namen der Nachbarstaaten“ auf. Auch Hoffmann mit seiner „Zensorschere“ erscheint:

Die Schere klirrt in seiner Hand,
Es rückt der wilde Geselle
Dir auf den Leib – er schneidet ins Fleisch –
Es war die beste Stelle.«

Heinrich Heine sieht keine Möglichkeit der Verbesserung der Lage seines Vaterlandes.

15.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXV

Der Dichter hält sich bei Hammonia auf. Sie hat ihm Tee mit Rum gegeben. Sie sagt ihm, dass sie sich Sorgen um ihn gemacht habe, weil er in Frankreich „ohne Aufsicht“ gelebt habe und vielen moralischen Gefahren ausgesetzt worden sei. Außerdem habe er dort keinen freundlichen Verleger gehabt. Er solle in Deutschland bleiben und nach Frankreich nicht mehr zurückkommen:


Geh nicht zurück und bleib bei uns;
Hier herrschen noch Zucht und Sitte,
Und manches stille Vergnügen blüht
Auch hier, in unserer Mitte.

Hammonia behauptet, dass Deutschland Fortschritte gemacht habe, dass die Zensur nicht mehr so streng sei. Früher sei es ihrer Meinung nach auch nicht schlecht gewesen. Es habe „Gedankenfreiheit“ gegeben, die Menschen hätten keinen Hunger gelitten und sie hätten auch Hoffnung gehabt. Jetzt herrschen stattdessen nur „Zweifel, Verneinung“. Jetzt „geht die Idylle zu Ende“. Die Ahnen der Zeitgenossen werden zwar materielle Bedürfnisse befriedigen können, aber es werde keinen Frieden geben. Hammonia will dem Dichter die Zukunft seines Vaterlandes zeigen. Der Dichter ist von dieser Perspektive begeistert und schwört das Schweigen:

Ein feierlicher Moment! Ich war
Wie angeweht vom Hauche
Der Vorzeit, als ich schwur den Eid,
Nach uraltem Erzväterbrauche.


Ich schob das Gewand der Göttin auf,
Und legte an ihre Hüften
Die Hand, gelobend Verschwiegenheit
In Reden und in Schriften.

12.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXIV

Der Dichter verbringt die Zeit mit Hammonia. In ihrem „Kämmerchen“ vergeht die Zeit schnell. Ihr war teuer ein Sänger, der den Messias besang. Auf ihrer Kommode steht die Büste von Klopstock, der ihr nicht mehr wichtig ist. Jetzt ist sie von Heine begeistert und hat sein Bildnis „zu Häupten des Bettes“. Es hat ihr jedoch nicht gefallen, dass der Dichter die Einwohner von Hamburg häufig kritisiert hat. 

Hammonia fragt den Dichter, warum er auf der Reise ist. Er antwortet, dass er in Deutschland Atem schöpfen wollte, „um nicht zu ersticken“:

Es ging mir äußerlich ziemlich gut,
Doch innerlich war ich beklommen,
Und die Beklemmnis täglich wuchs –
Ich hatte das Heimweh bekommen.


Die sonst so leichte französische Luft,
Sie fing mich an zu drücken;
Ich mußte Atem schöpfen hier
In Deutschland, um nicht zu ersticken.


Er erwähnt seine Familienmitglieder: Lottchen (seine Schwester – Charlotte Embden, 1800-1899) und seinen Onkel (Salomon Heine). Er hat sich nach allem gesehnt, was er mit der Heimat assoziiert. „Vaterlandsliebe“ hat ihn wieder nach Deutschland geführt. Der Dichter ist der Meinung, dass viele seiner Landsleute ihren Patriotismus nur nach außen zeigen und auf billige Popularität bedacht sind. Er bezeichnet sie als „schamlos“. Er sagt zur Hammonia, dass seine Seele krank ist und der Erfrischung bedarf.

7.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXIII

Der 23. Abschnitt ist Heines Loblied auf seinen Verleger Julius Campe. Der Dichter beschreibt die Zeiten, als er Campes Gesellschaft oft genossen hat. Einmal haben sie sich am Abend „im Keller von Lorenz“ getroffen. Dort waren auch andere Bekannte: Chaufepié, Wille, Fucks. 

Heine dankt Gott für seinen Verleger. Er lobt Campe, weil dieser Mut hatte, seine Bücher herauszugeben und sich vor der Zensur nicht gefürchtet hat. 

Ich aß und trank, mit gutem App'tit,
Und dachte in meinem Gemüte:
›Der Campe ist wirklich ein großer Mann,
Ist aller Verleger Blüte.


Ein andrer Verleger hätte mich
Vielleicht verhungern lassen,
Der aber gibt mir zu trinken sogar;
Werde ihn niemals verlassen.


Der Dichter schwärmt vom Rheinwein:

Der Rheinwein stimmt mich immer weich
Und löst jedwedes Zerwürfnis
In meiner Brust, entzündet darin
Der Menschenliebe Bedürfnis.

Er erzählt darüber, dass er nach der Gesellschaft anderer Menschen sucht. Auf der Straße trifft er ein „Frauenzimmer“, ein Mädchen, das gesund aussieht. Ihr Mund ist wie Kirschen und ihre Wangen sind wie Rosen. Auf dem Kopf trägt sie eine weiße Mütze. Sie sieht natürlich, aber zugleich übermenschlich aus. Sie heißt den Dichter an der Elbe willkommen und bemerkt, dass er sich nicht geändert hat. Sie sagt ihm, dass er die alten Zeitgenossen nicht mehr finden wird, dass die alten Zeiten für immer vergangen sind. Das, was sein „junges Herz“ angebetet und geliebt hat, ist nicht mehr da. Das Schicksal hat die alten Verhältnisse verändert. 

Der Dichter fragt das Mädchen, wer sie ist. Sie stellt sich als Hammonia vor (seit dem 16. Jahrhundert Name der Schutzgöttin Hamburgs). Der Dichter beschließt, ihr zu folgen.