MÜLLER, Helmut M. (1986): Schlaglichter der deutschen Geschichte. Mannheim: Bibliographisches Institut.
OTTOMEYER, Hans / CZECH, Hans-Jörg (Hrsg.) (2007): Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen. Berlin: Deutsches Historisches Museum.
PLOETZ (1999): Lexikon der deutschen Geschichte. Freiburg im Breisgau: Ploetz.
PORT LE ROI, André (1998): Schlager lügen nicht. Deutscher Schlager und Politik in ihrer Zeit. 1. Auflage. Essen: Klartext Verlag.
STIFTUNG HAUS DER GESCHICHTE DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (Hrsg.) (2008): Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers. Bielefeld / Leipzig: Kerber Verlag.
WOLFRUM, Edgar (2005): Die Bundesrepublik Deutschland. 1949-1990. Zehnte, völlig nau bearbeitete Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta.
WOLFRUM, Edgar (2007): Die geglückte Demokratie: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. München: Pantheon.
Eine Internetseite für alle, die an der Germanistik und an der deutschen Sprache interessiert sind.
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9.11.11
7.11.11
Ermutigung. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 10
Relevant ist die Tatsache, dass die Liedermacher nicht passiv waren, sondern die Menschen zur Aktivität in verschiedenen Bereichen des Lebens aufgerufen haben. Ein Beispiel dafür ist Ermutigung (1965) von Wolf Biermann. Biermann wurde 1976 „wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“ aus der DDR ausgebürgert. Er wurde zu einer Konzertreise in die BRD eingeladen, wofür ihm die Behörden der DDR eine Reisegenehmigung erteilten. Nach dem Konzert in der Kölner Sporthalle am 13.11. 1976 durfte er nicht mehr in die DDR zurückkehren. Das Lied hat es mit der Entwicklung der Bürgerrechtsbewegung in der DDR zu tun.
Im Jahre 1952 verkündet Walter Ulbricht den planmäβigen Aufbau der Wirtschaft nach sowjetischem Muster. 1953, nach dem Tode Stalins, werden die Normen erhöht – die Arbeiter müssen mehr für das gleiche Geld leisten. Am 17. Juni 1953 kommt es endlich zur Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten. Die Arbeiter demonstrieren gegen hohe Arbeitsnormen und für Demokratie und Einheit.
Demonstranten stürmen staatliche Gebäude und Parteibüros. Am 17. Juni und an den Tagen danach wurden 34 Demonstranten und Zuschauer von Volkspolizisten und sowjetischen Soldaten erschossen oder verloren ihr Leben an den Folgen von Schussverletzungen. Nach Todesurteilen von sowjetischen und DDR-Gerichten wurden sieben Menschen hingerichtet. Bis 1961 verlassen 2,7 Mio. Menschen die DDR. In erster Linie waren es gut ausgebildete Fachkräfte. Die Entscheidung über die Schlieβung der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin fällt im Juli 1961 in Moskau. Am 13. August 1961 beginnen bewaffnete Einheiten, die Grenze des sowjetischen Sektors abzuriegeln. Der Reiseverkehr von Ost- nach West-Berlin wird eingestellt. Bis 1989 sterben 254 Menschen bei dem Versuch, die Mauer zu überwinden.
1964 kommt es zu Protesten in religiösen Kreisen, die zur Einführung eines waffenlosen Dienstes in der NVA führen. 1968 kommt es zu Protesten in Prag. Die Menschen gehen auf die Straβen – sie wollten Sozialismus „mit menschlichem Antlitz“. In der DDR war es keine Massenbewegung.
Anfang der 80er Jahre beginnt eine richtige Friedensbewegung. Es gab verschiedene gewaltfreie Aktionen unter Losungen wie „Schwerter zu Pflugscharen“ oder „Frieden schaffen ohne Waffen“, z.B. am 14.2.1983 eine Demonstration für den Frieden mit 100 000 Teilnehmern in Dresden. Das Staatsapparat hat mit Verhaftungen, Ausweisungen und Ausbürgerungen reagiert.
1985/86 ist in kirchlichem Umfeld erste Oppositionsgruppe der DDR entstanden – Initiative für Frieden und Menschenrecht (IFM). Zur Jahreswende 1987/88 wurde sie zerschlagen.
Neues Forum (NF) war eine Bürgerrechtsorganisation der DDR – sie wurde am 9.9.1989 gegründet und hatte eine oppositionelle Haltung gegenüber der SED. Neues Forum organisierte Montagsdemonstrationen in Leipzig. Am 4.9.1989 hat die erste gröβere Demonstration mit der Forderung nach Reisefreiheit stattgefunden. Trotz Massenverhaftungen und brutaler Polizeieinsätze gab es allwöchentliche Montagsdemonstrationen. Es waren die gröβten Proteste in der DDR seit dem 17. Juni 1953: zwei Tage nach dem Jahrestag der Staatsgründung der DDR am 9.10.1989 über 70 000 Demonstranten, am 13.11.1989 über 200 000 Menschen.
Bisher, nach den niedergeschlagenen Demonstrationen vom 17. Juni 1953, konnte die Kritik an der Politik der SED nur individuell geäuβert werden.
Das Lied Ermutigung hat Biermann ein Jahr nach seinem endgültigen Auftrittsverbot geschrieben.
Es ist das bekannteste politische Widerstandslied in Deutschland. Es ruft zum Weitermachen gegen Resignation auf und hat vielen Menschen in der DDR bis 1989 geholfen, Unterdrückung und staatliche Gewalt auszuhalten und die Hoffnung auf Veränderung nicht zu begraben:
Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit
(…)
Du, laß dich nicht verbittern
in dieser bittren Zeit.
Die Herrschenden erzittern
- sitzt du erst hinter Gittern -
doch nicht vor deinem Leid
Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
Wir wolln es nicht verschweigen
in dieser Schweigezeit
Im Jahre 1952 verkündet Walter Ulbricht den planmäβigen Aufbau der Wirtschaft nach sowjetischem Muster. 1953, nach dem Tode Stalins, werden die Normen erhöht – die Arbeiter müssen mehr für das gleiche Geld leisten. Am 17. Juni 1953 kommt es endlich zur Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten. Die Arbeiter demonstrieren gegen hohe Arbeitsnormen und für Demokratie und Einheit.
Demonstranten stürmen staatliche Gebäude und Parteibüros. Am 17. Juni und an den Tagen danach wurden 34 Demonstranten und Zuschauer von Volkspolizisten und sowjetischen Soldaten erschossen oder verloren ihr Leben an den Folgen von Schussverletzungen. Nach Todesurteilen von sowjetischen und DDR-Gerichten wurden sieben Menschen hingerichtet. Bis 1961 verlassen 2,7 Mio. Menschen die DDR. In erster Linie waren es gut ausgebildete Fachkräfte. Die Entscheidung über die Schlieβung der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin fällt im Juli 1961 in Moskau. Am 13. August 1961 beginnen bewaffnete Einheiten, die Grenze des sowjetischen Sektors abzuriegeln. Der Reiseverkehr von Ost- nach West-Berlin wird eingestellt. Bis 1989 sterben 254 Menschen bei dem Versuch, die Mauer zu überwinden.
1964 kommt es zu Protesten in religiösen Kreisen, die zur Einführung eines waffenlosen Dienstes in der NVA führen. 1968 kommt es zu Protesten in Prag. Die Menschen gehen auf die Straβen – sie wollten Sozialismus „mit menschlichem Antlitz“. In der DDR war es keine Massenbewegung.
Anfang der 80er Jahre beginnt eine richtige Friedensbewegung. Es gab verschiedene gewaltfreie Aktionen unter Losungen wie „Schwerter zu Pflugscharen“ oder „Frieden schaffen ohne Waffen“, z.B. am 14.2.1983 eine Demonstration für den Frieden mit 100 000 Teilnehmern in Dresden. Das Staatsapparat hat mit Verhaftungen, Ausweisungen und Ausbürgerungen reagiert.
1985/86 ist in kirchlichem Umfeld erste Oppositionsgruppe der DDR entstanden – Initiative für Frieden und Menschenrecht (IFM). Zur Jahreswende 1987/88 wurde sie zerschlagen.
Neues Forum (NF) war eine Bürgerrechtsorganisation der DDR – sie wurde am 9.9.1989 gegründet und hatte eine oppositionelle Haltung gegenüber der SED. Neues Forum organisierte Montagsdemonstrationen in Leipzig. Am 4.9.1989 hat die erste gröβere Demonstration mit der Forderung nach Reisefreiheit stattgefunden. Trotz Massenverhaftungen und brutaler Polizeieinsätze gab es allwöchentliche Montagsdemonstrationen. Es waren die gröβten Proteste in der DDR seit dem 17. Juni 1953: zwei Tage nach dem Jahrestag der Staatsgründung der DDR am 9.10.1989 über 70 000 Demonstranten, am 13.11.1989 über 200 000 Menschen.
Bisher, nach den niedergeschlagenen Demonstrationen vom 17. Juni 1953, konnte die Kritik an der Politik der SED nur individuell geäuβert werden.
Das Lied Ermutigung hat Biermann ein Jahr nach seinem endgültigen Auftrittsverbot geschrieben.
Es ist das bekannteste politische Widerstandslied in Deutschland. Es ruft zum Weitermachen gegen Resignation auf und hat vielen Menschen in der DDR bis 1989 geholfen, Unterdrückung und staatliche Gewalt auszuhalten und die Hoffnung auf Veränderung nicht zu begraben:
Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit
(…)
Du, laß dich nicht verbittern
in dieser bittren Zeit.
Die Herrschenden erzittern
- sitzt du erst hinter Gittern -
doch nicht vor deinem Leid
Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
Wir wolln es nicht verschweigen
in dieser Schweigezeit
5.11.11
Die Gesellschaft. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 9
Interessant ist das Lied Ein ehrenwertes Haus (1975) von Udo Jürgens sowie seine neue Version (2000), in dem die gesellschaftliche Verlogenheit zum Ausdruck gebracht wird. Das Lied handelt von einem Paar, das ohne Trauschein lebt und deswegen aus einem Mietshaus ausziehen soll. Das wollen die Nachbarn, die selbst verlogen und heuchlerisch sind:
Es haben alle unterschrieben, schau dir mal die lange Liste an!
Die frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann und die
vom Erdgeschoss tagtäglich spioniert sie jeden aus.
Auch dieser Kerl der seine Tochter schlägt ist nicht für dieses ehrenwerte Haus!
Und dann die Dicke die den Hund verwöhnt, jedoch ihr eigenes Kind vergisst,
der Alte, der uns stets erklärt was hier im Haus verboten ist
(…)
Der graue Don Juan schaut dich jedesmal im Aufzug schamlos an,
die Witwe, die verhindert hat, dass hier ein Schwarzer einziehen kann
Im neuen Version des Lieds soll das Paar ausziehen, weil es Partys feiert. Die Untaten der Nachbarn werden entsprechend in die Gegenwart transportiert:
Es haben alle unterschrieben; schau' dir mal die lange Liste an:
Der Immobilienschieber, der total legal bescheißen kann.
Die Journalistin, für sie zahlen Sex und Klatsch sich prächtig aus.
Auch der vom Bauamt mit der offenen Hand, aus diesem ehrenwerten Haus.
Die Dicke mit dem Hund, die meckert, wenn ein Kinderrad im Hausflur steht.
Beide Texte zeugen davon, dass die Alltagswirklichkeit sich nicht geändert hat, obwohl die Welt weit fortgeschritten ist.
Im Lied An einem Tag (1969) antwortet Roy Black auf Willy Brandts Aufruf zu mehr Mitmenschlichkeit. Brandt war der 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969-1974). Roy Black ermuntert seine Mitmenschen dazu, nicht immer nur „Ich“ zu sagen und mehr auf die „Not der Welt“ zu achten:
Hast du Gutes von Bösem getrennt
Und auch erkannt was man Liebe nennt
Denk daran und besinne dich
Und sag nicht immer nur ich
Rührt dich der Bettler am Strassenrand
Hast du die Tränen der andern erkannt
Hörst die Glocken am Sonntag früh
Siehst du die Not der Welt / oder siehst du sie nie
Es haben alle unterschrieben, schau dir mal die lange Liste an!
Die frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann und die
vom Erdgeschoss tagtäglich spioniert sie jeden aus.
Auch dieser Kerl der seine Tochter schlägt ist nicht für dieses ehrenwerte Haus!
Und dann die Dicke die den Hund verwöhnt, jedoch ihr eigenes Kind vergisst,
der Alte, der uns stets erklärt was hier im Haus verboten ist
(…)
Der graue Don Juan schaut dich jedesmal im Aufzug schamlos an,
die Witwe, die verhindert hat, dass hier ein Schwarzer einziehen kann
Im neuen Version des Lieds soll das Paar ausziehen, weil es Partys feiert. Die Untaten der Nachbarn werden entsprechend in die Gegenwart transportiert:
Es haben alle unterschrieben; schau' dir mal die lange Liste an:
Der Immobilienschieber, der total legal bescheißen kann.
Die Journalistin, für sie zahlen Sex und Klatsch sich prächtig aus.
Auch der vom Bauamt mit der offenen Hand, aus diesem ehrenwerten Haus.
Die Dicke mit dem Hund, die meckert, wenn ein Kinderrad im Hausflur steht.
Beide Texte zeugen davon, dass die Alltagswirklichkeit sich nicht geändert hat, obwohl die Welt weit fortgeschritten ist.
Im Lied An einem Tag (1969) antwortet Roy Black auf Willy Brandts Aufruf zu mehr Mitmenschlichkeit. Brandt war der 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969-1974). Roy Black ermuntert seine Mitmenschen dazu, nicht immer nur „Ich“ zu sagen und mehr auf die „Not der Welt“ zu achten:
Hast du Gutes von Bösem getrennt
Und auch erkannt was man Liebe nennt
Denk daran und besinne dich
Und sag nicht immer nur ich
Rührt dich der Bettler am Strassenrand
Hast du die Tränen der andern erkannt
Hörst die Glocken am Sonntag früh
Siehst du die Not der Welt / oder siehst du sie nie
3.11.11
Marktwirtschaft. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 7
Seit den späten 70er Jahren hat man begonnen, expliziter die Arbeitsverhältnisse zu kritisieren. Besonders in den 80er Jahren steht das Soziale im Mittelpunkt. Die kapitalistischen Arbeitsbedingungen bringt Gunter Gabriel im Lied Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld (1974) zum Ausdruck. Er kritisiert schlechte Bezahlung der Werktätigen. Es sind die Klagen eines Arbeiters, der seit 15 Jahren im Betrieb tätig ist und so wenig verdient, dass ihm der Lohn für alle laufenden Ausgaben nicht ausreicht:
ich war immer pünktlich und habe meine Arbeit getan,
Tag für Tag, und ich habe meinen Mund gehalten.
Aber heute, heute muß es raus:
Hey Boss, ich brauch' mehr Geld!
Die Rockgruppe Geier Sturzflug hatte ihren ersten groβen Erfolg mit dem Hit Bruttosozialprodukt (1983). Kritisiert wird die „marktwirtschaftliche Wachstumsmentalität“: damit das Bruttosozialprodukt gesteigert werden kann, wird sogar am Sonntag gearbeitet:
Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt,
und heimlich in die Fabrik eindringt,
dann hat Oma Angst, daß er zusammenbricht,
denn Opa macht heute wieder Sonderschicht
ich war immer pünktlich und habe meine Arbeit getan,
Tag für Tag, und ich habe meinen Mund gehalten.
Aber heute, heute muß es raus:
Hey Boss, ich brauch' mehr Geld!
Die Rockgruppe Geier Sturzflug hatte ihren ersten groβen Erfolg mit dem Hit Bruttosozialprodukt (1983). Kritisiert wird die „marktwirtschaftliche Wachstumsmentalität“: damit das Bruttosozialprodukt gesteigert werden kann, wird sogar am Sonntag gearbeitet:
Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt,
und heimlich in die Fabrik eindringt,
dann hat Oma Angst, daß er zusammenbricht,
denn Opa macht heute wieder Sonderschicht
28.10.11
Umweltverschmutzung. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 5
Zu Motiven, die immer wieder in Schlagern oder Pop- und Rock-Hits aufgetaucht sind, gehört zweifelsohne die Umweltverschmutzung. Es ist ein Thema, das seit den späten 60er Jahren immer häufiger aufgegriffen wird. Auf das ökologische Bewusstsein hatte die Ölkrise einen besonderen Einfluss ausgeübt. Am 6.10.1973 hat ein Krieg zwischen Israel und Ägypten begonnen. Die Ölscheichs haben die Förderung drastisch gedrosselt und am 19. Oktober ein Embargo gegen die Staaten erlassen, die Israel unterstützt haben. Der Ölboykott hat alle westlichen Staaten betroffen. Es kam zur schwersten Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit.
Auch die BRD musste Sofortmaβnahmen ergreifen, also den Energieverbrauch drastisch einschränken, um Vorräte an Öl zu halten. 1973 haben die Wissenschaftler des Club of Rome (ein 1968 gegründeter Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Ökonomen und Politikern aus 53 Ländern) den Bericht Die Grenzen des Wachstums veröffentlicht. Sie haben vor der Zerstörung der Erde durch ein ungehemmtes Wirtschaftswachstum gewarnt. Seit Ende der 70er Jahre setzte sich bei immer mehr Menschen die Erkenntnis durch, daβ es nicht unbegrenzt weitergehen könne mit immer mehr Autos, immer mehr Straβen, immer mehr chemischen Produkten (Müller 1986: 418). Unter dem Druck der Öffentlichkeit mussten viele Betriebe ihre Produktionsweise umstellen, um die Verschmutzung der Luft, des Wassers und des Bodens zu reduzieren. Die Bürgerinitiativen haben immer häufiger Proteste organisiert, die sich gegen die Atomenergie oder allgemein gegen Projekte gerichtet haben, die als Bedrohung oder Zerstörung der Natur gesehen wurden (z.B. Mülldeponien, Waldsterben, Ausbau von Straβen, Wasserwegen und Flughäfen).
Quelle:
MÜLLER, Helmut M. (1986): Schlaglichter der deutschen Geschichte. Mannheim: Bibliographisches Institut.
Auch die BRD musste Sofortmaβnahmen ergreifen, also den Energieverbrauch drastisch einschränken, um Vorräte an Öl zu halten. 1973 haben die Wissenschaftler des Club of Rome (ein 1968 gegründeter Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Ökonomen und Politikern aus 53 Ländern) den Bericht Die Grenzen des Wachstums veröffentlicht. Sie haben vor der Zerstörung der Erde durch ein ungehemmtes Wirtschaftswachstum gewarnt. Seit Ende der 70er Jahre setzte sich bei immer mehr Menschen die Erkenntnis durch, daβ es nicht unbegrenzt weitergehen könne mit immer mehr Autos, immer mehr Straβen, immer mehr chemischen Produkten (Müller 1986: 418). Unter dem Druck der Öffentlichkeit mussten viele Betriebe ihre Produktionsweise umstellen, um die Verschmutzung der Luft, des Wassers und des Bodens zu reduzieren. Die Bürgerinitiativen haben immer häufiger Proteste organisiert, die sich gegen die Atomenergie oder allgemein gegen Projekte gerichtet haben, die als Bedrohung oder Zerstörung der Natur gesehen wurden (z.B. Mülldeponien, Waldsterben, Ausbau von Straβen, Wasserwegen und Flughäfen).
Quelle:
MÜLLER, Helmut M. (1986): Schlaglichter der deutschen Geschichte. Mannheim: Bibliographisches Institut.
22.10.11
Gehn' Sie mit der Konjunktur! Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 4
Hazy-Osterwald-Sextett stellt im Lied Gehn‘ Sie mit der Konjunktur (1960) ironisch den „Zeitgeist des Wirtschaftswunders“ dar und fordert dazu auf, das Wirtschaftswunder rechtzeitig für sich zu nutzen:
Nehm' n sie sich ihr Teil sonst schäm' sie sich
und später geh 'n sie nicht zum großen Festbankett
(…)
Holen sie sich ihre Kohlen wieder
(…)
schöpfen sie ihr Teil und schröpfen sie
die andern köpfen sie sonst später ohnehin
Im Lied Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt – Sie müssen warten (1966) beschreibt Hazy Osterwald die Unmöglichkeit des gesellschaftlichen Aufstiegs. Die ähnliche Thematik hat schon früher Peter Alexander im Lied Die süβesten Früchte behandelt.
Sie sind kein kleiner Mann, Sie sind kein großer Mann,
Sie sind die Mitte.
Und ab und zu steh’n Sie dem Schicksal visavis mit einer Bitte:
Sie denken: so dumm kann ja ich nun auch nicht sein,
Ich steig mal in den Karriereaufzug ein.
Doch
Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt, Sie müssen warten.
Sie können zum Weg nach oben jetzt
Erst gar nicht starten.
Hazy Osterwald (eig. Rolf Erich Osterwalder, 1922-) – ein Schweizer Musiker, Sänger und Orchesterleiter. Zum „Hazy Osterwald Sextett“ gehörten anfangs Ernst Höllerhagen (Klarinette), Sunny Lang (Bass), Gil Cuppini (Schlagzeug), Pierre Cavalli (Gitarre) und Francis Burger (Klavier). Spätere Mitglieder waren u.a. Dennis Armitage (Saxophon), Curt Prina (Klavier), Peter Beil (Trompete), Lars Blach und John Ward (Schlagzeug).
Nehm' n sie sich ihr Teil sonst schäm' sie sich
und später geh 'n sie nicht zum großen Festbankett
(…)
Holen sie sich ihre Kohlen wieder
(…)
schöpfen sie ihr Teil und schröpfen sie
die andern köpfen sie sonst später ohnehin
Im Lied Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt – Sie müssen warten (1966) beschreibt Hazy Osterwald die Unmöglichkeit des gesellschaftlichen Aufstiegs. Die ähnliche Thematik hat schon früher Peter Alexander im Lied Die süβesten Früchte behandelt.
Sie sind kein kleiner Mann, Sie sind kein großer Mann,
Sie sind die Mitte.
Und ab und zu steh’n Sie dem Schicksal visavis mit einer Bitte:
Sie denken: so dumm kann ja ich nun auch nicht sein,
Ich steig mal in den Karriereaufzug ein.
Doch
Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt, Sie müssen warten.
Sie können zum Weg nach oben jetzt
Erst gar nicht starten.
Hazy Osterwald (eig. Rolf Erich Osterwalder, 1922-) – ein Schweizer Musiker, Sänger und Orchesterleiter. Zum „Hazy Osterwald Sextett“ gehörten anfangs Ernst Höllerhagen (Klarinette), Sunny Lang (Bass), Gil Cuppini (Schlagzeug), Pierre Cavalli (Gitarre) und Francis Burger (Klavier). Spätere Mitglieder waren u.a. Dennis Armitage (Saxophon), Curt Prina (Klavier), Peter Beil (Trompete), Lars Blach und John Ward (Schlagzeug).
21.10.11
Wirtschaftswunder. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 3
Das Lied Die süβesten Früchte von Peter Alexander und Leila Negra sowie Lied vom Wirtschaftswunder von Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller beschäftigen sich mit dem beginnenden Wirtschaftswunder, unter dem man den schnellen Wiederaufbau und den andauernden ökonomischen Aufschwung der Bundesrepublik Deutschland nach der Währungsreform vom Juni 1948 versteht. Zu Voraussetzungen, die eine schnelle Entwicklung der Wirtschaft ermöglicht haben, werden die Abschaffung der zentralen Wirtschaftslenkung, die liberale Gesetzgebung, schnelle Fortschritte im Wiederaufbau des Verkehrssystems und in der Enttrümmerung der Städte, eine hohe Investitionsbereitschaft, niedrige Renten gezählt. Seit 1952 wurde die Arbeitslosigkeit schnell abgebaut, so dass seit 1955 die ersten Gastarbeiter angeworben wurden. Seit den späten 50er Jahren herrschte Vollbeschäftigung – die Arbeitslosigkeitsquote lag unter 2 % (es gab eine hohe Reserve an Arbeitskräften – Vertriebene aus dem Osten und Flüchtlinge aus der DDR). Dazu haben auch der Anstieg des Exportes und geringe Produktionskosten in Deutschland beigetragen. Auch der Marshall-Plan (European Recovery Programm – das Europäische Wiederaufbauprogramm) war von groβer Bedeutung beim Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Das 12,4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 3. April 1948 vom Kongress der Vereinigten Staaten verabschiedet und am selben Tag von US-Präsident Truman in Kraft gesetzt und sollte vier Jahre dauern. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren. Westdeutschland hat insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar bekommen. Vom Marshall-Plan stammte das Startkapital der Kreditanstalt für Wiederaufbau (16.12.1948 gegründet), die den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft finanzieren sollte.
Im Lied Die süβesten Früchte (1953) bemerkt Peter Alexander, dass nicht alle das Wirtschaftswunder nutzen können und dass der Kapitalismus den „Kleinen“, also den ganz normalen Bürgern, die keine Macht ausüben, es verweigert, von der wirtschaftlichen Entwicklung zu profitieren, für sie auch sie arbeiten müssen:
Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere,
Nur weil die Bäume hoch sind und diese Tiere groß sind,
Die süßesten Früchte schmecken Dir und mir genauso,
Doch weil wir beide klein sind, erreichen wir sie nie.
Auβerdem ist es für die „Kleinen“ unmöglich, ihre Situation zu ändern:
Die Großen, die sind ja am Anfang auch klein,
Und wenn sie dann wachsen, dann ist es gemein,
Doch wenn es auch ärgert die Kleinen, die ändern es nicht.
Im Lied vom Wirtschaftswunder (1958) explizieren Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller die Situation Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg:
Die Straßen haben Einsamkeitsgefühle
Und Bretter liefert nicht mehr die Fabrik
Nur ab und zu mal klappert eine Mühle
Ist ja kein Wunder nach dem verlorenen Krieg
Weiterhin beschreiben sie ironisch Vorteile des Wirtschaftswunders – die neue Alltagswirklichkeit des Wohlstands ist der genaue Gegensatz des Alltags gleich nach dem Krieg:
Der deutsche Bauch erholt sich auch und ist schon sehr viel runder
Jetzt schmeckt das Eisbein wieder in Aspik
Ist ja kein Wunder nach dem verlorenen Krieg
Man muss beim Autofahren nicht mehr mit Brennstoff sparen
Wer Sorgen hat, hat auch Likör und gleich in hellen Scharen
Die Läden offenbaren uns wieder Luxuswaren
Folglich erwähnen sie auch Nazis, die das verschuldet haben, aber durch den Staat finanziell unterstützt werden. Neuss und Müller ziehen eine Schlussfolgerung für Deutschland: die ungelernte Republik muss nach dem verlorenen Krieg noch viel lernen.
Im Lied Die süβesten Früchte (1953) bemerkt Peter Alexander, dass nicht alle das Wirtschaftswunder nutzen können und dass der Kapitalismus den „Kleinen“, also den ganz normalen Bürgern, die keine Macht ausüben, es verweigert, von der wirtschaftlichen Entwicklung zu profitieren, für sie auch sie arbeiten müssen:
Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere,
Nur weil die Bäume hoch sind und diese Tiere groß sind,
Die süßesten Früchte schmecken Dir und mir genauso,
Doch weil wir beide klein sind, erreichen wir sie nie.
Auβerdem ist es für die „Kleinen“ unmöglich, ihre Situation zu ändern:
Die Großen, die sind ja am Anfang auch klein,
Und wenn sie dann wachsen, dann ist es gemein,
Doch wenn es auch ärgert die Kleinen, die ändern es nicht.
Im Lied vom Wirtschaftswunder (1958) explizieren Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller die Situation Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg:
Die Straßen haben Einsamkeitsgefühle
Und Bretter liefert nicht mehr die Fabrik
Nur ab und zu mal klappert eine Mühle
Ist ja kein Wunder nach dem verlorenen Krieg
Weiterhin beschreiben sie ironisch Vorteile des Wirtschaftswunders – die neue Alltagswirklichkeit des Wohlstands ist der genaue Gegensatz des Alltags gleich nach dem Krieg:
Der deutsche Bauch erholt sich auch und ist schon sehr viel runder
Jetzt schmeckt das Eisbein wieder in Aspik
Ist ja kein Wunder nach dem verlorenen Krieg
Man muss beim Autofahren nicht mehr mit Brennstoff sparen
Wer Sorgen hat, hat auch Likör und gleich in hellen Scharen
Die Läden offenbaren uns wieder Luxuswaren
Folglich erwähnen sie auch Nazis, die das verschuldet haben, aber durch den Staat finanziell unterstützt werden. Neuss und Müller ziehen eine Schlussfolgerung für Deutschland: die ungelernte Republik muss nach dem verlorenen Krieg noch viel lernen.
20.10.11
Wer soll das bezahlen? Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 2
In seinem Lied Wer soll das bezahlen? (1949) spielt Jupp Schmitz (1901-1991, – ein deutscher Unterhaltungskünstler, Schlager- und Krätzchensänger) auf die gerade begonnene Währungsreform an.
Es ist ein Karnevalslied, in dem Schmitz die Wirrungen der Reform beschrieben hat. Die Deutsche Mark wurde am 20. Juni 1948 in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Die Reichsmark war „inflationiert und wertlos geworden“. Dieser Schritt gehört zu wichtigsten wirtschaftspolitischen Maβnahmen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Reform war notwendig, weil das Güterangebot sich verringerte (Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen Produktion), obwohl die Ausgabe von Besatzungsgeld die Geldmenge steigerte. Die Lebensmittelrationierungen konnten 1950 aufgehoben werden. Das Lied von Schmitz handelt von Menschen, die sich ihre täglichen Freuden nicht mehr leisten können:
Wer soll das bezahlen,
Wer hat das bestellt,
Wer hat so viel Pinke-pinke,
Wer hat so viel Geld?
Es ist ein Karnevalslied, in dem Schmitz die Wirrungen der Reform beschrieben hat. Die Deutsche Mark wurde am 20. Juni 1948 in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Die Reichsmark war „inflationiert und wertlos geworden“. Dieser Schritt gehört zu wichtigsten wirtschaftspolitischen Maβnahmen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Reform war notwendig, weil das Güterangebot sich verringerte (Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen Produktion), obwohl die Ausgabe von Besatzungsgeld die Geldmenge steigerte. Die Lebensmittelrationierungen konnten 1950 aufgehoben werden. Das Lied von Schmitz handelt von Menschen, die sich ihre täglichen Freuden nicht mehr leisten können:
Wer soll das bezahlen,
Wer hat das bestellt,
Wer hat so viel Pinke-pinke,
Wer hat so viel Geld?
Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 1
Die Songtexte haben sich schon immer auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen eingelassen. Beispiele dafür sind Lieder Wer soll das bezahlen? von Jupp Schmitz (eine Anspielung auf die gerade begonnene Währungsreform), Die süβesten Früchte von Peter Alexander und Leila Negra (Kritik an der unterschiedlichen Teilhabe am beginnenden Wirtschaftswunder und eine ironische Darstellung des Kapitalismus), Lied vom Wirtschaftswunder von Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller (das Bild der BRD nach dem Krieg und in der Zeit des Wirtschaftswunders) oder Gehn‘ Sie mit der Konjunktur (eine ironische Aufforderung dazu, das Wirtschaftswunder für sich zu nutzen). Es sind die ältesten Musikstücke, die ich gefunden habe (entsprechend 1949, 1952, 1958 und 1960). Ich habe auf Lieder verzichtet, die direkt oder indirekt auf die aktuellen politischen Ereignisse reagiert haben. Ich halte sie für ein sehr umfangreiches Thema und unter der Sozialkritik verstehe ich die Gesellschaftskritik, also z.B. die Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen, an der gesellschaftlichen Verlogenheit, an der Ungleichheit der Gesellschaft oder an aktuellen Problemen, die einen groβen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben (z.B. die Umweltverschmutzung, die Jugendrevolte).
Zu Motiven, die immer wieder in den Schlagern oder Pop- und Rock-Hits aufgetaucht sind, gehören die Umweltverschmutzung (Chris Roberts‘ Hab ich dir heute schon gesagt, daβ ich dich liebe 1971, Peter Maffays Ihr nicht 1982), die Kritik am Kapitalismus, an den kapitalistischen Arbeitsbedingungen (Gunter Gabriels Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld 1974, Geier Sturzflugs Bruttosozialprodukt 1983, Klaus Lages Monopoli 1984 oder Funny van Dannens Kapitalismus 2002). Sehr interessant finde ich auβerdem das Lied Ein ehrenwertes Haus von Udo Jürgens (1975) sowie seine neue Version (2000), in dem die gesellschaftliche Verlogenheit zum Ausdruck gebracht wird. Auβerdem für relevant halte ich die Tatsache, dass die Liedermacher nicht passiv waren und die Menschen zur Aktivität in verschiedenen Bereichen des Lebens aufgerufen haben (Wolf Biermanns Ermutigung 1965 – Aufruf zum Weitermachen gegen Resignation, Roy Blacks An einem Tag 1969 – Aufruf zu mehr Mitmenschlichkeit).
Zu Motiven, die immer wieder in den Schlagern oder Pop- und Rock-Hits aufgetaucht sind, gehören die Umweltverschmutzung (Chris Roberts‘ Hab ich dir heute schon gesagt, daβ ich dich liebe 1971, Peter Maffays Ihr nicht 1982), die Kritik am Kapitalismus, an den kapitalistischen Arbeitsbedingungen (Gunter Gabriels Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld 1974, Geier Sturzflugs Bruttosozialprodukt 1983, Klaus Lages Monopoli 1984 oder Funny van Dannens Kapitalismus 2002). Sehr interessant finde ich auβerdem das Lied Ein ehrenwertes Haus von Udo Jürgens (1975) sowie seine neue Version (2000), in dem die gesellschaftliche Verlogenheit zum Ausdruck gebracht wird. Auβerdem für relevant halte ich die Tatsache, dass die Liedermacher nicht passiv waren und die Menschen zur Aktivität in verschiedenen Bereichen des Lebens aufgerufen haben (Wolf Biermanns Ermutigung 1965 – Aufruf zum Weitermachen gegen Resignation, Roy Blacks An einem Tag 1969 – Aufruf zu mehr Mitmenschlichkeit).
13.8.11
"Niewidzialny mur"
Nic dodać, nic ująć. Trzeci rok mieszkam w zachodnich Niemczech, ale znam dobrze też wschodnie Niemcy i myślę, że różnicę widać gołym okiem. Poza tym pensje na wschodzie Niemiec są znacznie niższe, o czym świadczy fakt, że minimalna płaca za godzinę na wschodzie i na zachodzie Niemiec jest inna. Na wschodzie oczywiście niższa.
Zachęcam do skopiowania linku i przeczytania artykułu:
http://fakty.interia.pl/new-york-times/news/niewidzialny-mur-wciaz-dzieli-niemcy,1679843,6806
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