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Pokazywanie postów oznaczonych etykietą deutsche Filme. Pokaż wszystkie posty
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1.11.11

Zweiohrküken (2009)

Zweiohrküken ist die Fortsetzung des Films Keinohrhasen. Die Hauptrollen spielen wieder Til Schweiger (Ludo), Nora Tschirner (Anna) und Matthias Schweighöfer (Moritz). Der zweite Teil ist meiner Meinung nicht so gelungen wie der erste, obwohl es auch keine schlechte Komödie ist. Der Film war in deutschen Kinos sehr erfolgreich: über 4 Mio. Zuschauer haben ihn gesehen.



Ludo und Anna sind zusammen und leben in einer gemeinsamen Wohnung. Im Film werden Schwierigkeiten gezeigt, auf die ein Paar in einer Beziehung trifft. Die Beziehungsroutine erweist sich als schwer zu meistern. Es geht vor allem um Missverständnisse zwischen einem Mann und einer Frau. Die Betrachtungsweise der Welt ist jeweils anders. Die beiden haben unterschiedliche Erwartungen, die der andere Partner nicht immer realisieren kann/will. Ludo vernachlässigt seine häuslichen Pflichten und das geht Anna auf die Nerven. Er versteht sie nicht, weil sie so wie eine typische Frau denkt. Er weiß nicht, was er sagen soll, damit sie zufrieden ist. Die beiden sind nicht bereit, einen Kompromiss zu schließen. Sie treffen ihre ehemaligen Partner, die ausgerechnet dann auftauchen, wenn Ludo und Anna sich immer weniger verstehen. Die Eifersucht kommt hinzu.

Auszeichnungen:

2009:
• Bogey in Silber für 2 Mio. Kinobesucher in 20 Tagen
• Goldene Leinwand für über 3 Mio. Kinobesucher

2010:
• Deutscher Comedypreis für die Erfolgreichste deutsche Filmkomödie des Jahres

Wie hat der Film mir gefallen?

3/5. Ich fand ihn unterhaltsam, aber musste feststellen, dass einige Dialoge sehr trivial sind. Besonders Anna geht auf die Nerven: sie zeigt sich zwar als eine typische Frau, aber solche blöden Vorwürfe, die sie Ludo macht, sind einfach unrealistisch. Mann-Frau-Dialoge sind vielen Paaren vertraut, aber meiner Meinung nach wirken sie im Film ein wenig übertrieben. Andererseits gibt es auch Dialoge, die wirklich gelungen sind.

Es ist eine leichte Komödie, wieder perfekt zum Lachen, aber einige alberne Szenen bringen den Zuschauer in Verlegenheit, weil sie so unwahrscheinlich sind: man weiß nicht, wie man reagieren sollte. Der Humor wirkt grob. Vielleicht ist es Geschmackssache.

Der Handlungsverlauf ist klischeehaft und es gibt keine Überraschungen. Das Geschlechterbild entspricht den allgemeinen Stereotypen.

31.10.11

Keinohrhasen (2007)

Keinohrhasen ist der Titel einer Komödie von Til Schweiger. Die Hauptrollen spielten: Til Schweiger (Ludo), Nora Tschirner (Anna) und Matthias Schweighöfer (Moritz). Es war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres in Deutschland. Der Film rangiert auf Platz 10 der Liste der erfolgreichsten deutschen Filme (in Deutschland).



Ludo ist ein Boulevardreporter aus Berlin. Er arbeitet mit seinem Freund, Fotograf Moritz, zusammen. Und zwar für die Tageszeitung „Das Blatt“: die beiden versuchen, blamierende Fotos von Prominenten zu machen. Ludo hat keine feste Lebensgefährtin, trifft sich mit verschiedenen Frauen und ist mit seinem Lebensstil zufrieden.

Eines Abends planen Ludo und Moritz Fotos von Wladimir Klitschko zu machen, als dieser Yvonne Catterfeld einen Heiratsantrag machen will. Die Verlobungsparty findet in einem Restaurant statt. Ludo und Moritz befinden sich auf dem Dach und wollen Fotos von oben machen. Die Glaskuppel über dem Restaurant bricht jedoch und Ludo fällt in die Torte. Er wird zu 300 Sozialstunden in einem Kinderhort verurteilt.

Die Leiterin des Kinderhorts kennt er eigentlich: in der Kindheit wurde sie von ihm verspottet. Anna will sich jetzt an Ludo rächen und beauftragt ihn mit unangenehmen Aufgaben. Am Anfang macht ihm die Arbeit keinen Spaß. Dies ändert sich aber, als er selbst bemerkt, dass er mit Kindern gut und gerne arbeiten kann.

Mit Anna freundet er sich an. Das Verhältnis zwischen ihnen ist jetzt harmonisch. Ludo beginnt etwas für Anna zu empfinden. Etwas mehr als Freundschaft.

Der Film wurde mehrmals ausgezeichnet:

2008:
• Goldene Leinwand mit Stern für über 6 Millionen Kinobesucher
• Bogey in Gold für 3 Millionen Kinobesucher in 30 Tagen
• Deutscher Comedypreis in der Kategorie Beste Kino-Komödie
• Ernst-Lubitsch-Preis
• Bambi

2010:
• Bronze Palm Award auf dem Mexico International Film Festival

(Quelle: mexicofilmfestival.com)

Wie hat der Film mir gefallen?

4/5. Es ist eine gute, unterhaltsame, leichte Komödie. Der Zuschauer kann dabei viel lachen. Es wird gezeigt, wie ein Mann seine Einstellung zum Leben verändert. Dies geschieht nicht rapide und wirkt deswegen glaubwürdig. Die Geschichte ist sympathisch: man kann sich mit Protagonisten identifizieren. Die meisten Dialogwitze fand ich gut und überzeugend. Der Ausgang ist vielleicht klischeehaft, die Handlung vorhersehbar, aber so ist es meistens in Liebeskomödien.

Es ist ein leichtverdaulicher Film, perfekt als eine Unterhaltung. Der Soundtrack hat mir gut gefallen: die Lieder passten gut zu einzelnen Szenen. Man hatte den Eindruck, dass die Auswahl von Liedern wirklich gut durchdacht war.

Der Film ist meiner Meinung nach empfehlenswert. Er ist leicht, aber unterhaltsam. Wenn jemand Lust auf eine Komödie hat, sollte er sich Keinohrhasen anschauen.

25.10.11

Goethe!

In diesem Beitrag möchte ich allen Lesern den Film „Goethe!” (2010) von Philipp Stölzl empfehlen.

Die Titelrolle des jungen Johann Wolfgang von Goethe übernahm Alexander Fehling. Charlotte Buff und Kestner wurden mit Miriam Stein und Moritz Bleibtreu besetzt.


(Foto: amazon.de)



Worum geht es in dem Film?

Die Handlung spielt im Sommer 1772. Goethe verarbeitet eine Episode aus seinem Leben zu einem Roman.

Der junge Goethe fällt bei einem Jura-Examen durch. Sein wütender Vater will ihn bestrafen und schickt ihn zum Reichskammergericht in die Provinz, nach Straßburg. Johann arbeitet für den Gerichtsrat Kestner. Als Dichter ist er erfolglos. Sein Manuskript wurde von einem Verlag abgelehnt und auch sein Vater akzeptiert seine schriftstellerischen Pläne nicht. Als Johann ihm das Gedicht „An den Mond“ zeigt, fragt dieser: „Sind Sie ein Weib oder ein Mann? Ich weigere mich, dieses lächerliche Geschreibsel und Gereime weiter zu finanzieren“. Johanns Gedichte gefallen niemandem. Sein Vater setzt sich für die Vernunft ein: „Was bitte soll dieser Unsinn?“ Der junge Goethe muss erkennen, was er kann und was er nicht kann. Sein Vater stellt fest: „Aus Ihnen wird bestimmt noch ein ganz hervorragender Advokat.“

Johann lebt fortan in einem verschlafenen Städtchen. Er will seine Arbeit nicht vernachlässigen, um seinen Vater nicht zu enttäuschen. Er versucht, sich selbst einzureden, dass die Arbeit im Gericht seine Berufung ist. Auch sein Aussehen gehört dazu: er lässt sich die Haare schneiden, um als ein richtiger Referendar auszusehen. Früher packte ihn Widerwille bei dem Gedanken, nach geltenden gesellschaftlichen Konventionen zu leben. Er wollte sich den gängigen Klischees nicht einfügen lassen. Er will jedoch seinem Vater zuwider nicht handeln.

Um sich selbst nicht zu verlieren, genießt er das Leben mit seinem Referendarskollegen. Die beiden scheuen vor Wein, gutem Essen, Gesang und Frauen nicht zurück. Von den Zuständen der Langeweile ist nichts zu spüren. In dieser Etappe seines Lebens verliert Johann das Wesentliche – die Literatur – aus seinem Blick. Er verkennt die Hauptsache.

Auf einer Tanzveranstaltung (deren Stimmung ihm "wie auf einer Beerdigung" vorkommt) lernt er Charlotte Buff kennen, ist von ihr bezaubert und verliebt sich in sie sofort. Anfangs ist sie an ihm nicht interessiert. Der Anfang der Bekanntschaft ist für den jungen Goethe also nicht vielversprechend. Am nächsten Tag begibt er sich in die Kirche und sieht Charlotte wieder. Er ist von ihrem ganzen Wesen bezaubert. Lotte ist jedoch Kestner versprochen, was Goethe nicht weiß.

Am nächsten Tag besucht er Charlotte und lernt ihre Geschwister kennen, um die sie sich nach dem Tode ihrer Mutter liebevoll kümmert. Zusammen backen sie Brot und singen. In diesem einfachen Leben sieht Goethe ein Ideal. Lotte hat eine künstlerische Persönlichkeit: sie singt, malt und ist von dem populärsten Stück von damals, Lessings „Emilia Galotti“, begeistert. Charlotte verliebt sich dann in Johann und wirkt sehr zerstreut. Goethes Freund verliebt sich zwischendurch in eine verheiratete Frau.

Johann schreibt Charlotte nicht, sie ihm auch nicht. Beide denken, dass sie den ersten Schritt nicht machen sollten, dass es sich nicht gehört. Schließlich beschließen beide, den anderen zu besuchen und treffen sich unterwegs. Dann wird es klar, dass sie einander lieben. Ihre Liebe scheint sich zu erfüllen. Goethe trägt Charlotte eines seiner Gedichte vor und sie ist die erste Person, die erkennt, dass er eine wahre Begabung hat: „Das ist wahrlich lächerlich, dass Sie nicht an sich glauben". Von seiner Umgebung wurde Johann dazu gezwungen, an sich nicht zu glauben. Er war bereit, sich der Diktatur seiner Umgebung zu unterwerfen.

Für seine Geliebte bereitet Johann die Inszenierung ihrer Lieblingstragödie „Emilia Galotti“ vor. Er ist auch ein romantischer Geist, im Gegenteil zu Albert Kestner, der nicht weiß, wie er Charlotte einen Heiratsantrag machen sollte. Er folgt Goethes Ratschlag, gibt Lotte den Verlobungsring und sagt zu ihr: "Es ist die Liebe, die die Welt im Inneren zusammenhält". Goethe wusste jedoch nicht, dass es sich um seine Geliebte handelt.

Charlottes Tränen werden von Albert und von ihrem Vater als Freudetränen interpretiert. Dank dieser Heirat will Charlotte ihre Familie vor der Armut retten und ihr eine sichere Zukunft gewähren. Ihr Vater scheint sich dessen bewusst zu sein, spätestens als er von seiner Tochter Emilia Galottis Geschichte hört. Die Heirat sei „ein großes Glück für dich und für unsere ganze Familie“. Er will, dass seine Kinder nach seinem Tode versorgt sind. Er wünscht sich, dass ihnen nichts fehlt und ist davon überzeugt, dass die Liebe mit der Zeit kommt. So geschieht es auch. Lotte sieht, dass Albert sich mit ihren Geschwistern gut versteht und dass er ein guter Mensch ist. Darüber hinaus hat er eine sichere finanzielle Situation, was man über Goethe nicht sagen kann.

Johann und Albert werden Freunde. Diese Freundschaft dauert jedoch so lange, bis die Beziehung Charlottes zu Johann per Zufall ans Tageslicht kommt. Charlottes und Alberts Heiratspläne ziehen Johann den Boden unter den Füßen weg. Sein Kollege begeht Selbstmord wegen der unglücklichen Liebe. Dies trägt sich zu seinen Zuständen der Depression und der Verzweiflung bei.

Goethe wird von Albert zum Duell herausgefordert und demzufolge festgenommen. Das beklemmende Gefühl der Trauer ergreift ihn. Im Stillen denkt er über sein Leben nach. Er ist im Innersten verzweifelt. Im Arrest schreibt er „Die Leiden des jungen Werthers“. Das Manuskript, das er mit Zeichnungen versieht, schickt er Charlotte. Bald bekommt er einen Besuch von ihr. Lotte könnte nicht glücklich sein, wenn Johann tot wäre. Trotzdem entscheidet er sich zum Freitod. Er empfindet das Leben als quälend und zerstörerisch, aber sieht endlich ein, dass er kein Recht darauf hat, sich das Leben zu nehmen. So kommt er mit sich selbst ins Reine.

Charlotte heiratet Albert und Johann verlässt das Gefängnis dank der Hilfe seines Vaters. Beide begeben sich nach Frankfurt, wo sie eine ganze Menge Menschen sehen. Alle scheinen vor der Buchhandlung zu warten, um ein bestimmtes Buch zu bekommen. Leider ist es unmöglich, weil es schon ausverkauft ist. Johann sieht, dass es sich um „Die Leiden des jungen Werthers" handelt. Um seine und Lottes Liebesgeschichte. Er wird von der Menge umjubelt. Und sein Vater ist endlich stolz auf seinen Sohn. Er hat es zu etwas gebracht, was er ihm früher nicht zugetraut hätte. Er sagt zu Johann: „Aus Ihnen wäre sowieso ein lausiger Advokat geworden“.

Am Ende sehen wir noch eine Szene, als Lotte mit dem Verleger spricht, der sie fragt, ob es sich tatsächlich so zugetragen hat und ob es Wahrheit ist. Sie antwortet: „Es ist mehr als die Wahrheit. Es ist Dichtung.“

Der Roman machte Goethe über Nacht in ganz Europa berühmt. Das Werk löste auch eine Welle von Freitoden. In ihm ertönte auch die Spießer-Kritik. Unverkennbar ist sein Einfluss auf die europäische Literatur. Goethe konnte an seinen Liebeserfahrungen nicht vorbeigehen und sie sind als Stoff in sein Werk eingegangen.

Um den Film richtig zu verstehen, sollte man 2 Geschichten kennen:

1. Die Geschichte der Liebe Goethes zu Charlotte Buff. Es gibt beträchtliche Unterschiede zwischen der Wirklichkeit und dem Film. Im Film sehen wir, dass diese Beziehung auch einen sexuellen Charakter hatte. In Wirklichkeit war das nicht der Fall. Goethes Liebe zu Charlotte war platonisch. Er hat sich mit Kestner nicht duelliert und wurde nicht festgenommen. Der reale Goethe und der Romanheld Werther werden im Film vermischt. Werthers Liebesgeschichte wurde als Grundlage benutzt. Das reale Leben Goethes diente eher als Ergänzung. In Wirklichkeit ist Goethe bei der Prüfung nicht durchgefallen.

Im Film gibt es also viele Freiheiten, die der Produzent Christoph Müller folgendermaßen begründet: Das Filmduell zwischen Goethe und Kestner hat in Wirklichkeit nicht stattgefunden. Belegt ist aber, dass Goethe Kestner den Tod wünschte. Solch eine Tatsache könnte man natürlich in einen Dialogsatz einbauen. Doch viel filmischer ist es, dieses Motiv dramatisch umzusetzen, um auszudrücken, was Goethe tatsächlich bewegte. Die Duellsequenz veräußert sozusagen Goethes wahres Gefühl (Warner Bros.: Goethe! Wissen).

2. Werthers Geschichte. Sie ist sehr hilfreich, weil man weiß, welche Episoden im Film von Goethe zu einem Roman verarbeitet werden. Die Romanfigur Lotte ist der Filmheldin sehr ähnlich. Beide kommen aus kinderreichen Familien, kümmern sich um ihre Geschwister, leben in bescheidenen Verhältnissen, sind romantisch und sensibel, heiraten, um der Familie finanziell zu helfen, wobei es die Liebe ist, die sie zu diesem Schritt bewegt. Die Beziehung Werthers zu Lotte hatte keinen sexuellen Hintergrund. Lotte hat nie ein Wort ausgesprochen, das Werther Hoffnung geben könnte. Er hat sich zu viel eingeredet und dann eine bittere Enttäuschung erlebt, wobei er sich nicht wunderte, dass Lotte in Albert verliebt ist. Werther erschießt sich schließlich.

Und wie hat der Film mir gefallen?

Sehr gut. Er war besser, als ich erwartet habe. Jeder Zuschauer sollte die beiden Geschichten kennen, auf die ich oben eingegangen bin. Dann kann man den Film richtig gut verstehen. Sonst kann man einen falschen Eindruck bekommen.

Humorvolle Szenen fehlen nicht: z.B. als Goethe und sein Kollege zu viel trinken, sich demzufolge zur Arbeit verspäten und dann Tag und Nacht arbeiten, um die Arbeit nicht zu verlieren. Auch die Szene mit Goethes Prüfung, bei der er durchfällt, gibt einen Grund zum Lachen.

Man muss auch auf die Authentizität eingehen, die durch alte Häuser, Kostüme und Requisiten zum Ausdruck gebracht wird.

Die letzte Szene des Films erfüllt den Zuschauer mit Optimismus. Dem jungen Schriftsteller wird es endlich klar, dass er eine wahre Begabung hat. Diese Tatsache bleibt unbestreitbar. Er sieht, wie die Menschen von seinem Roman begeistert sind und so kann er ein neues Leben anfangen. Er kann sich seinem Schicksal endlich ergeben.

Die von der Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit Vision Kino betriebene Website kinofenster.de zeichnete den Film Goethe! als „Film des Monats“ Oktober 2010 aus. 2011 bekam der Film vier Nominierungen für den Deutschen Filmpreis (Bester Film, Bester Hauptdarsteller – Alexander Fehling, Bestes Szenen- und Maskenbild). Die Maskenbildnerinnen Kitty Kratschke und Heike Merker gewannen den Preis.

19.6.11

Eine Übung zum Film „Das kalte Herz”

Das Märchen „Das kalte Herz” ist kein Pflichtbuch für die 8. Klasse. Deswegen habe ich entschieden, meinen Schülern die DEFA-Verfilmung aus der DDR-Zeiten zu zeigen, zumal es ein Klassiker ist.


(Foto: www.amazon.de)

Ich habe für meine Schüler folgende Übung erstellt:

Setze die Wörter in den Text ein! Jedes Wort wird nur ein Mal eingesetzt!


verlassen – Geiz – Wandel – Tiefpunkt - kaltes – Wünsche – unempfindlich – wünschen – angesehenen – beobachten – verkleidet - tot – Katastrophe – dicke – Ansehen - einfache - Charakter - bettelarm - Armut – Sammlung – unzufriedener - erweichen – Elend – Rettung – überlisten – Sünden - Männer - erreichen – vergeben – zuerst – Zeuge - Woche - Wirtshaus

Die Handlung spielt im Schwarzwald in einer nicht sehr lang zurückliegenden Zeit. Die Durchdringung von phantastischer und alltäglicher Welt beginnt, als der Erzähler die Gestalten des zwergenhaften Glasmännleins, genannt Schatzhauser, und des riesigen Holländer-Michels einführt. Der Protagonist des Märchens, der ____________, unschuldige Kohlenbrenner Peter Munk, ist als ein mit seinem Leben _____________ Mensch angelegt. Er will das vom Vater ererbtes armseliges Handwerk _____________. Er träumt davon, angesehen zu sein und vergleicht sich mit anderen, die ein Gegenstand seines Neides sind. Exemplarische Figuren sind drei ____________, deren Eigenschaften die Summe dessen bilden, was Peter gern ____________ möchte. Es sind der dicke Ezechiel, der lange Schlurker und der Tanzbodenkönig – sie verkörpern Reichtum, aber auch ________, Eigensucht sowie Gefühllosigkeit. Obwohl sie wegen ihres Geizes bei den Menschen verhasst waren, standen sie zugleich wegen des Reichtums in ___________. Diese Figuren verkörpern zudem den gesellschaftlichen ____________ im Schwarzwald, und nämlich die Kapitalisierung – ihnen ist die Figur des Holländer-Michel zugeordnet: jetzt, seit so viel Geld im Land ist, sind die Menschen unredlich und schlecht. (...) Der Holländer-Michel ist schuld an all dieser Verderbnis, so ein alter Mann, der die Geschichte des Geistes erzählt. Die reichen Leute haben vom Holländer-Michel nicht nur das Geld, aber auch ihr __________ Herz. Bis Peter es begreift, dass der soziale Aufstieg auf Kosten der Armen nicht gehen kann, muss er einen Lernprozess durchmachen. Dieser führt ihn ___________ zum Glasmännlein, das ihm drei ___________ freigibt. Sein erster Wunsch ist töricht – vor allem weil er den Geldbetrag vom Wohlstand der anderen abhängig macht. Peter wünscht sich, besser zu tanzen als der Tanzbodenkönig und jedes Mal so viel Geld ins _____________ zu bringen wie der reiche Ezechiel. Sein zweiter Wunsch ist vernünftiger – er wünscht sich, ein Besitzer der ertragreichsten Glashütte im Schwarzwald zu sein. Er ist unfähig, die Vermessenheit seiner Pläne zu durchschauen. Das Glasmännlein macht Peter darauf aufmerksam, dass er sich auch einen notwendigen Menschenverstand dafür hätte _____________ sollen. So kann er später seine Glashütte zum Erfolg nicht führen. Das Glasmännlein verweigert Peter den dritten Wunsch, was später sein Leben retten wird.

So wird er zu einem reichen, _______________ Mann – er gibt im Wirtshaus so viel Geld wie der Ezechiel aus, aber sein fehlendes Wissen für einen neuen Beruf macht sich bemerkbar, wenn die Glashütte nach und nach in Verfall kommt. Wir _______________ sein einfältiges und schwelgerisches Leben. Er wird wegen seiner tänzerischen Fähigkeiten im Wirtshaus bewundert, aber zugleich vergisst er die Armen nicht, denen er reichlich gibt – darin zeigt sich sein an sich guter _______________. Er kann sich jedoch mit dem Angebot des guten Waldgeistes nicht bescheiden. Eine unabwendbare _________________ kommt auf ihn zu. Als der __________ Ezechiel sein ganzes Geld verspielt, ist Peter ____________. Er gerät bis über die Ohren in Schulden und wird ____________ der Versteigerung seines Vermögens. Er ließ sich so lange von der Lebenslust davontragen, bis er den absoluten moralischen _____________ erreichte.
Der zweite Teil des Märchens zeigt sein Reichwerden durch die Bindung an den Holländer-Michel. Er beschuldigt das Glasmännlein seiner ___________ und fleht den Holländer-Michel um Hilfe an, der mit dem Bösen im Bunde steht. Der Holländer-Michel gibt ihm das Geld und ein steinernes Herz, aber nimmt dafür sein Herz, denn weder Angst, noch Schrecken, weder törichtes Mitleiden, noch anderer Jammer pocht an solch ein Herz. So ist er ________________ für menschliche Regungen. Der böse Waldgeist zeigt Peter seine ______________ von Herzen, was davon zeugt, dass die Kapitalisierung im Schwarzwald weit fortgeschritten ist: Auf mehreren Gesimsen von Holz standen Gläser, mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllt, und in jedem dieser Gläser lag ein Herz; auch waren an den Gläsern Zettel angeklebt und Namen darauf geschrieben (...), kurz, es war eine Sammlung der angesehensten Herzen in der Umgegend von zwanzig Stunden.

Zunächst geht es Peter durch den unendlichen Reichtum sehr gut, er fuhr zwei Jahre in der Welt umher, aber es freute ihn nichts, kein Bild, kein Haus, keine Musik, kein Tanz, sein Herz von Stein nahm an nichts Anteil, und seine Augen, seine Ohren waren abgestumpft für alles Schöne. Dann kehrt er schließlich in den Schwarzwald zurück. Sein Drang nach sozialer Gleichberechtigung führt ihn zu weit. Er ist mitleidlos und gewalttätig, hat Erbarmen mit niemandem, niemand kann ihn ______________. Was ihn bewegt, sind allein noch Geiz und Habsucht. Er lässt seine verarmte Mutter im ___________ vegetieren und speist sie nur mit einem Almosen ab. Mittlerweile heiratet er Lisbeth, eines armen Holzhauers Tochter. Nun greift das Glasmännlein ein und verursacht eine Katastrophe, die sich schließlich als eine ____________ für Peter erweist. Der Geist _______________ sich als ein alter Mann. Lisbeth bemitleidet ihn und gibt ihm Essen und Wein. Peter wird zornig über diese „Verschwendung“ und schlägt seine Frau, die wie ________ niedersinkt. Es ist die direkte Folge des Teufelbundes – selbst vor Mord schreckt er nicht zurück. Das Glasmännlein offenbart sich und gibt ihm eine _________, um sein echtes Herz wiederzuerlangen.
Das Glasmännlein rät ihm, Holländer-Michel zu ______________. So gibt Peter vor, ihm die Geschichte mit dem kalten, steinernen Herzen nicht geglaubt zu haben. Er verspürt die echte Reue und will sogar für seine ____________ sein Leben geben. Die Mutter und Lisbeth _____________ ihm und so können sie ein neues Leben beginnen.

31.5.11

Pünktchen und Anton - Film und Übungen

Pünktchen und Anton” ist ein Kinderbuch von Erich Kästner, geschrieben wurde es 1931. Es ist eine tolle Geschichte über Freundschaft und über soziale Probleme.


(Foto: www.amazon.de)

Meinen Schülern habe ich den Film „Pünktchen und Anton“ gezeigt und sie dazu ermutigt, folgerichtig das Buch zu lesen. Diese Verfilmung wurde 1999 von Caroline Link gedreht.


(Foto: www.amazon.de)

Hier ist eine kurze Beschreibung des Inhalts:

Die zehnjährige Luise Pogge, genannt Pünktchen, Tochter aus reichem Haus, besucht in München das Gymnasium. Ihr Freund Anton lebt in bescheidenen Verhältnissen bei seiner geschiedenen Mutter. Da diese seit Wochen krank im Bett liegt, übernimmt Anton zwischenzeitlich deren Job in einer Eisdiele. Die Doppelbelastung führt dazu, daß seine schulische Leistungen nachlassen. Als Pünktchen von der Nebentätigkeit ihres Freundes erfährt, beschließt sie ihm zu helfen, was zu witzigen wie ernsthaften Verwicklungen führt. (www.kino.de)


(Foto: www.kino.de)


(Foto: www.kino.de)


(Foto: www.kino.de)


(Foto: www.kino.de)

Und hier sind zwei Übungen, die ich für meine Schüler erstellt habe:

1. Setze die Wörter in den Text ein! Jedes Wort wird nur ein Mal eingesetzt.


wohlhabenden / alleine / unternehmen / Singen / klaut / Festnahme / Verantwortung / Angestellten / Pünktchen / Stellung / Schule / helfen / Uhr / Zeit / Haus / Freunde / einbrechen

Der Roman handelt vom Mädchen Luise, genannt ___________, das in ______________ Berliner Verhältnissen lebt, und dem Jungen Anton Gast, dessen Lebensstandard weit unter dem von Pünktchen liegt. Anton lebt __________ mit seiner kranken Mutter in einer kleinen Wohnung, und damit beide über die Runden kommen, muss Anton neben der ___________ Geld verdienen und seiner Mutter bei der Hausarbeit ____________.
Pünktchen lebt mit ihren Eltern, dem Spazierstockfabrikanten Pogge und seiner Frau, die beide kaum __________ für sie haben, zwei _____________, dem Kinderfräulein „Fräulein Andacht“ und der Köchin „Dicke Bertha“ sowie dem Dackel Piefke in einem großen ________.
Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensverhältnisse werden Pünktchen und Anton dicke _____________, die viel miteinander _______________. Pünktchen will Anton helfen und versucht, mit __________ Geld zu verdienen. Um seiner Mutter zu helfen, _________ Anton während einer Party eine ________, als er Pünktchen besucht. Deswegen wird er von ihrer Mutter verachtet.
Der Höhepunkt des Buches ist die ______________ eines Einbrechers, der sich an das Kinderfräulein herangemacht hat und in das Haus von Pünktchens Eltern ____________ will. Dank Antons guter Spürnase kann dies verhindert werden.
Pünktchens Vater erkennt die Vernachlässigung seiner Tochter und seine soziale __________________. Deshalb dürfen Anton und seine Mutter in die Wohnung der Pogges einziehen. Antons Mutter nimmt so die ______________ von Fräulein Andacht ein, die nach dem Einbruchversuch geflohen ist.

2. Entscheide, ob die Sätze sich auf Pünktchen oder auf Anton beziehen!

… hat eine wohlhabende Familie.
… hat privaten Französischunterricht.
… scheint keine gute Beziehung zur Mutter zu haben.
… hat eine Mutter, die oft ins Ausland fährt.
… will mehr Zeit mit der Mutter verbringen.
… singt abends im Bahngeschoss.
… hat eine kranke Mutter.
… hat keinen Vater.
… muss arbeiten.
… ist oft unausgeschlafen.
… kann das Auto fahren.
… klaut eine Uhr.
… will die geklaute Uhr verkaufen.
… hat wenig Geld.
… arbeitet fast täglich in der Eisdiele.
... lebt in bescheidenen Verhältnissen.
… hat keine guten Leistungen in der Schule.
… wird zum Dieb.

29.5.11

Charlie & Louise – Film und Übungen

Erich Kästner war ein deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor. Er verfasste auch Texte für das Kabarett. Er ist bekannt vor allem wegen seiner Kinderbücher. Bis heute werden sie gerne gelesen und nicht nur von den Kindern.


Erich Kästner (1899-1974)

In letzter Zeit habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich weiter im Förderunterricht Deutsch mit meinen deutschen Schülern mache. Seit Anfang des Schuljahres haben wir uns vor allem mit der Rechtschreibung beschäftigt. Die Kinder aus der 5. und 6. Klasse haben sehr viele Probleme mit der Rechtschreibung. Sie schreiben Substantive und Eigennamen klein, sie wissen nicht, wann man „das“ und „dass“ schreibt. Die meisten wissen auch nicht, wie der Unterschied zwischen „den“ und „denn“ ist. Deswegen habe ich mich in diesem Schuljahr auf die Orthographie konzentriert (in der 8. Klasse übrigens auch).

Aber später habe ich mir gedacht, dass es gut wäre, den Schülern eine Abwechslung vorzuschlagen. Ich habe entschieden, dass wir uns einige Verfilmungen der Bücher von Erich Kästner anschauen. Es war eine gute Idee, weil die Kinder dabei echt viel Spaβ hatten.

Zuerst haben wir uns „Charlie & Louise“ angeschaut – die Verfilmung des Romans „Das doppelte Lottchen“.




Den Film habe ich schon als Kind gesehen. Er wurde 1993-1994 gedreht. Hier ist eine kurze Beschreibung:

Als die beiden jungen Mädchen Charlie und Louise sich bei einem Urlaub in Schottland kennenlernen, und dabei den Eindruck haben, sie würden in einen Spiegel sehen, verstehen sie sich auf Anhieb gut. Nachdem sie sich ihre Lebensgeschichte erzählt haben, und dabei herausgekommen ist, daß Charlie alleine bei ihrem Vater in Berlin lebt und Louise alleine bei ihrer Mutter in Hamburg, steht fest: Sie müssen Geschwister sein! Daher beschließen die beiden, ihre Rollen zu tauschen und herauszufinden, wie lange es dauert, bis ihre Eltern den Unterschied bemerken.

(www.moviepilot.de)







Wie erwähnt, hatten die Kinder beim Film viel Spaβ. Aber natürlich konnte es nicht so sein, dass es keine Übungen zum Film gibt! Sonst wäre das didaktische Ziel nicht komplett erfüllt. Auβerdem wollte ich auch nicht, dass die Schüler schnell den Film vergessen.

Hier präsentiere ich also zwei von mir erstellte Übungen:

1. Setze die Wörter in den Text ein! Jedes Wort wird nur ein Mal eingesetzt.

Lebensgeschichte / Schottland / leicht / Aufschrift / fahren / Geschwister / heiraten / selbstbewusst / vorlaut / verlassen / schüchtern / Hamburg / Eltern / trennen / Geburt / Werbefachfrau / Komponist / Abfahrt / Berlin / gewissenhaft

Als die beiden jungen Mädchen Charlie und Louise sich bei einem Urlaub in ___________ kennenlernen, und dabei den Eindruck haben, sie würden in einen Spiegel sehen, verstehen sie sich auf Anhieb gut. Nachdem sie sich ihre ____________________ erzählt haben, und dabei herausgekommen ist, dass Charlie alleine bei ihrem Vater in _________ lebt und Louise alleine bei ihrer Mutter in Hamburg, steht fest: Sie müssen _________ sein! und stellen fest, dass sie Zwillinge sind, die kurz nach ihrer ___________ getrennt worden sind. Daher beschließen die beiden, ihre Rollen zu tauschen und herauszufinden, wie lange es dauert, bis ihre __________ den Unterschied bemerken.
Charlotte, die Tochter eines Komponisten, ist cool, _____________ und___________ , kleidet sich entsprechend und hört Techno-Musik. Louise, die bei ihrer Mutter, einer __________________, aufwächst, trägt „altmodischere“ Sachen, ist _____________ und zurückhaltend, aber ____________ und ordentlich.
Fest entschlossen, Schicksal zu spielen, tauschen die beiden die Rollen – zum Ende der Reise fährt Louise als Charlie zu ihrem Vater, der in Berlin-Kreuzberg als _____________ arbeitet, während Charlie als Louise zu ihrer Mutter nach __________ reist, die dort in einer Werbeagentur tätig ist. Die Mädchen müssen feststellen, dass es nicht so __________ ist, wie sie dachten, ihre Eltern wieder zusammenzubringen, zumal die Mutter wieder ___________ will. Erst als die beiden zurück nach Schottland ___________, kommen sich ihre Eltern wieder näher und merken, dass man die Mädchen nicht mehr ____________ kann. Sie entscheiden sich dafür, dass Charlie und Louise bei ihrer Mutter in Hamburg bleiben sollen.
Charlie gibt ihrem Vater jedoch kurz vor der ___________, getreu des von ihm an sie gepredigten Lebensmotto einen Zettel mit der ____________ „Es gibt Momente im Leben, da muss man die Notbremse ziehen!“ und veranlasst ihn damit dazu, die Notbremse zu ziehen und seine Familie nicht wieder zu ____________.

2. In der zweiten Übung müssen die Sätze den beiden Mädchen: Charlie und Louise, zugeordnet werden. Die Schüler mussten eine Tabelle ins Heft zeichnen und dann die Sätze in die entsprechende Spalte der Tabelle einkleben.


Sie mag Tomatensoβe.
Sie lebt bei ihrem Vater.
Sie mag die Frau ihres Vaters nicht.
Sie kann die Wohnung nicht sauber halten.
Sie kann die Wäsche nicht waschen.
Anfangs kann sie sich mit ihrer Mutter nicht verständigen.
Sie macht den Feueralarm an.
Sie ist manchmal unhöflich.
Sie kann sich im Restaurant nicht benehmen.
Sie steckt einen Zettel in die Tasche der Jacke ihres Vaters.
Sie hat schlechte Noten.
Sie lernt erst ihren Vater kennen.
Sie kann kochen.
Sie kann die Wohnung sauber machen.
Sie kann Klavier spielen.
Sie trägt eine Schuluniform.
Der Vater ist mit ihrer Arbeit zu Hause nicht zufrieden.
Sie wirft die Flaschen mit Alkohol weg.
Sie trägt gerne Röcke und Kleider.
Sie muss eine Prüfung bestehen, um in die nächste Klasse versetzt zu werden.
Sie trägt gerne eine Sonnenbrille.
Sie spricht gut Englisch.
Sie kennt sich gut in Mathe aus.