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24.10.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XIX

Der Dichter kommt nach Bückeburg (ein Fürstentum). Er denkt an Danton (Georges Jacques Danton), den Robespierre hinrichten ließ. Danton handelte zu aggressiv, wollte zu schnell die herrschende Ordnung erschüttern, die Situation ändern. Es war sein Fehler, denn man kann alles nicht plötzlich ändern, man braucht eine Zeit:

Oh, Danton, du hast dich sehr geirrt
Und mußtest den Irrtum büßen!
Mitnehmen kann man das Vaterland
An den Sohlen, an den Füßen.

Bückeburg ist die Stammburg, wo der Großvater des Dichters geboren wurde, die Großmutter kam aus Hamburg. 

Um Mittag kommt der Dichter in Hannover an. Gleich beginnt er, sich die Stadt anzuschauen. Auf dem großen Platz befindet sich der Palast von Ernst August, des Prinzen, der idyllisch wohnt und sich konservativ gibt. Im Jahre 1837 beging er einen Verfassungsbruch, gegen den die sieben Göttinger Professoren protestierten. Er beschwert sich über seinen Dienst, über die Pflichten, die damit verbunden sind:

Ich seh ihn zuweilen, er klagt alsdann,
Wie gar langweilig das Amt sei,
Das Königsamt, wozu er jetzt
Hier in Hannover verdammt sei.

Der Prinz wird vom „mangelnden Mut“ beschützt – die Bürger trauen sich nicht, etwas gegen die herrschenden Verhältnisse zu unternehmen.

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