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4.9.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput VIII

Der Dichter reist von Köln nach Hagen. Es ist „Spätherbstmorgen“, es ist feucht und grau. Er ist trotzdem glücklich:

Doch trotz des schlechten Wetters und Wegs
Durchströmte mich süßes Behagen.

Das ist ja meine Heimatluft!


Er reist durch Mülheim, war dort zuletzt im Mai 1831. „Damals stand alles im Blütenschmuck“ – gemeint sind belebende Auswirkungen der Julirevolution in Frankreich (1831). Die Menschen dachten, dass mit der weißblauroten Fahne die Freiheit kommt, aber die Freiheit „hat sich den Fuß verrenkt“. Heine kritisiert den Militarismus. Er erwähnt Kaiser Napoleon, der 1821 gestorben ist. Während der Julirevolution hofften die Menschen auf seine symbolische Rückkehr, auf die Freiheit. Der Kaiser wurde 1840 im Invalidendom in Paris beigesetzt. Der Dichter denkt an Elysäische Felder, an den Triumphbogen und gesteht, dass er am Tag der Beisetzung des Kaisers geweint hat. Zahlreiche Menschen haben das Begräbnis auch beobachtet und sich an die Zeit der großen Macht, an das Imperium erinnert.

Heine gibt zu verstehen, dass die Ziele der Revolution nicht erreicht wurden und dass die Freiheit hinkt. Er bezieht sich auf die Soldaten seiner Zeit und spielt auf die Ritter an – die Soldaten sehen entsprechend aus, saufen (rheinischen Wein), haben keinen Kampfgeist, keinen Mut. Es sind negative Beschreibungen.

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