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11.9.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XIII

Der Dichter befindet sich in der Nähe von Paderborn. Im 13. Abschnitt macht er sich Gedanken über die Vergeblichkeit des menschlichen Tuns und über den Einfluss der Zensur auf die Literatur.

Ein Gedanke über Sisyphus kommt in ihm auf. Sisyphus war eine Gestalt der griechischen Mythologie – er muss wegen seiner Missetaten einen Felsklotz auf einen Berg rollen, der ihm jedoch immer wieder entgleitet. Der Ausdruck „Sisyphusarbeit“ steht für eine sinnlose, vergebliche Anstrengung, für eine schwere Arbeit, die nie ans Ziel führt.

Als der Morgennebel verschwindet, sieht er ein Kreuz mit der Figur Jesu und unterstreicht, dass sein Versuch, die Welt zu retten, vergeblich gewesen sei. Jesus sei weder vom Staat noch von der Kirche unterstützt worden. „Die Herren vom hohen Rate“ seien heuchlerisch, unehrlich gewesen.

Heinrich Heine bezieht sich auf seine Gegenwart. Jesus konnte seine Botschaft als ein Buch nicht herausgeben, damals gab es keinen Buchdruck. Er war nicht im Stande, den Staat und die Kirche auf diese Art und Weise zu kritisieren. Er wäre jedoch sicherlich zensiert gewesen, dann hätte man ihn aber nicht gekreuzigt. Jesus wollte Gutes tun, aber wurde zum „warnenden“ Beispiel.

Der Dichter kann seine Gedanken literarisch verwirklichen, rebellieren und Stellung zu politischen Verhältnissen nehmen, obwohl die staatlichen Behörden und die Zensur ihn daran zu hindern suchen.

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