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28.10.11

Umweltverschmutzung. Sozialkritik in der deutschen Musik (1949-2002). Teil 5

Zu Motiven, die immer wieder in Schlagern oder Pop- und Rock-Hits aufgetaucht sind, gehört zweifelsohne die Umweltverschmutzung. Es ist ein Thema, das seit den späten 60er Jahren immer häufiger aufgegriffen wird. Auf das ökologische Bewusstsein hatte die Ölkrise einen besonderen Einfluss ausgeübt. Am 6.10.1973 hat ein Krieg zwischen Israel und Ägypten begonnen. Die Ölscheichs haben die Förderung drastisch gedrosselt und am 19. Oktober ein Embargo gegen die Staaten erlassen, die Israel unterstützt haben. Der Ölboykott hat alle westlichen Staaten betroffen. Es kam zur schwersten Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit.

Auch die BRD musste Sofortmaβnahmen ergreifen, also den Energieverbrauch drastisch einschränken, um Vorräte an Öl zu halten. 1973 haben die Wissenschaftler des Club of Rome (ein 1968 gegründeter Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Ökonomen und Politikern aus 53 Ländern) den Bericht Die Grenzen des Wachstums veröffentlicht. Sie haben vor der Zerstörung der Erde durch ein ungehemmtes Wirtschaftswachstum gewarnt. Seit Ende der 70er Jahre setzte sich bei immer mehr Menschen die Erkenntnis durch, daβ es nicht unbegrenzt weitergehen könne mit immer mehr Autos, immer mehr Straβen, immer mehr chemischen Produkten (Müller 1986: 418). Unter dem Druck der Öffentlichkeit mussten viele Betriebe ihre Produktionsweise umstellen, um die Verschmutzung der Luft, des Wassers und des Bodens zu reduzieren. Die Bürgerinitiativen haben immer häufiger Proteste organisiert, die sich gegen die Atomenergie oder allgemein gegen Projekte gerichtet haben, die als Bedrohung oder Zerstörung der Natur gesehen wurden (z.B. Mülldeponien, Waldsterben, Ausbau von Straβen, Wasserwegen und Flughäfen).

Quelle:

MÜLLER, Helmut M. (1986): Schlaglichter der deutschen Geschichte. Mannheim: Bibliographisches Institut.

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