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12.11.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput XXIV

Der Dichter verbringt die Zeit mit Hammonia. In ihrem „Kämmerchen“ vergeht die Zeit schnell. Ihr war teuer ein Sänger, der den Messias besang. Auf ihrer Kommode steht die Büste von Klopstock, der ihr nicht mehr wichtig ist. Jetzt ist sie von Heine begeistert und hat sein Bildnis „zu Häupten des Bettes“. Es hat ihr jedoch nicht gefallen, dass der Dichter die Einwohner von Hamburg häufig kritisiert hat. 

Hammonia fragt den Dichter, warum er auf der Reise ist. Er antwortet, dass er in Deutschland Atem schöpfen wollte, „um nicht zu ersticken“:

Es ging mir äußerlich ziemlich gut,
Doch innerlich war ich beklommen,
Und die Beklemmnis täglich wuchs –
Ich hatte das Heimweh bekommen.


Die sonst so leichte französische Luft,
Sie fing mich an zu drücken;
Ich mußte Atem schöpfen hier
In Deutschland, um nicht zu ersticken.


Er erwähnt seine Familienmitglieder: Lottchen (seine Schwester – Charlotte Embden, 1800-1899) und seinen Onkel (Salomon Heine). Er hat sich nach allem gesehnt, was er mit der Heimat assoziiert. „Vaterlandsliebe“ hat ihn wieder nach Deutschland geführt. Der Dichter ist der Meinung, dass viele seiner Landsleute ihren Patriotismus nur nach außen zeigen und auf billige Popularität bedacht sind. Er bezeichnet sie als „schamlos“. Er sagt zur Hammonia, dass seine Seele krank ist und der Erfrischung bedarf.

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