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27.8.12

Deutschland. Ein Wintermärchen: Caput III

In Aachen wurde Karl der Große begraben (im Jahre 771 kam er an die Macht, organisierte Feldzüge unter dem Vorwand der Christianisierung, eroberte Sachsen und Gebiete zum Hannover. 800 wurde er zum Kaiser gekrönt. 812 starb er. Er repräsentierte die Idee der Alleinherrschaft in Europa). Karl Mayer (1786-1870), schwäbischer Dichter, wird erwähnt.

Der Erzähler will als Poet leben. Er begegnet wieder dem preußischen Militär, beschreibt sein Aussehen:

Es sind die grauen Mäntel noch
Mit dem hohen, roten Kragen –
(Das Rot bedeutet Franzosenblut,
Sang Körner in früheren Tagen.)


Nichts hat sich geändert, alles ist beim Alten geblieben:

Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel
In jeder Bewegung, und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.


Die Vertreter des Militärs sind steif, als „hätten sie den Stock verschluckt“ – langweilig, es ist kein Leben da. Heine kritisiert scharf das preußische Militär. Er zeigt, dass Deutschland stehen geblieben ist. Er beschreibt das Militär als „rittertümlich“, mittelalterlich. Ihm fällt alles ein, was mit der Romantik, mit dem Mittelalter zusammenhängt, z. B. Kreuzzüge, Ritterturniere.

Das ist so rittertümlich und mahnt
An der Vorzeit holde Romantik

Das mahnt an das Mittelalter so schön,
An Edelknechte und Knappen

Das mahnt an Kreuzzug und Turnei"

In Aachen sieht er einen „Vogel“ – gemeint ist der preußische Wappenadler, der ihm verhasst ist und der seiner Ansicht nach gedemütigt werden sollte. Der Dichter ist absolut gegen Preußen.

Du häßlicher Vogel, wirst du einst
Mir in die Hände fallen;
So rupfe ich dir die Federn aus
Und hacke dir ab die Krallen.


Im dritten Abschnitt weist Heine darauf hin, dass man in Deutschland konservativ geblieben ist, dass keine Veränderungen vollzogen werden.

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